Aufgrund statischer Probleme im Keller des Ostturms muss dieser vorübergehend gesperrt werden.

Aktuelle statische und materialtechnische Untersuchungen haben ergeben, dass die Gewölbepfeiler im Kellergeschoss stark überlastet sind. Diese Überlast resultiert sowohl aus dem nachträglichen Einbau einer Innenlängswand 1684/85 als auch aus historischen Umbauten und Bestandserweiterungen für die Bibliotheksnutzung.

Die Gewölbepfeiler müssen nun notgesichert werden. Diese Sicherung dauert voraussichtlich bis Ende Juni und ist mit den Nutzern, der Forschungsbibliothek Gotha sowie der Stiftung Schloss Friedenstein, abgestimmt. In dieser Zeit ist der Ostturm nicht zugänglich. Parallel dazu erarbeiten die Statiker ein Sanierungskonzept für den Ostturm, das in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll.

 

Foto: Kellergewölbe im Ostturm von Schloss Friedenstein, Gotha, Fotonachweis: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Sabine Jeschke

Hinweise für Besucher

Die anhaltende Trockenheit führt auch in den Parkanlagen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten dazu, dass Besucher um besondere Vorsicht gebeten werden.

Der Wassermangel bedeutet Stress für die Vegetation. Bei Bäumen kann es trotz regelmäßiger Kontrolle zu akuten Astausbrüchen kommen. Um Besucher zu schützen, wird dringend vor dem Aufenthalt unter Bäumen gewarnt. Da die Trockenheit auch eine eröhte Brandgefahr mit sich bringt, wird nochmals darauf hingewiesen, dass in den Park- und Gartenanlagen der Stiftung grundsätzlich nicht gegrillt werden darf.

In wenigen Wochen beginnt der zweite Abschnitt der Dachsanierung am Westflügel von Schloss Friedenstein. An den Voraussetzungen dafür wird intensiv gearbeitet, und bislang läuft trotz der Coronakrise alles planmäßig. Der Gerüstbau hat bereits begonnen.

Sichtbares Zeichen wird das Umsetzen des Schutzdachs sein, unter dem der Dachstuhl saniert wird. Derzeit schützt es noch die Nordhälfte des Flügels, wo letzte Zimmererarbeiten laufen. Außerdem haben die Dachdecker mit dem Aufbringen der Holzschalung und einer Spannbahn begonnen. Wenn das abgeschlossen ist, kann die Schieferdeckung unter freiem Himmel beginnen. Die Zimmerleute werden dann an der Südhälfte arbeiten, wo sie nach der Abnahme des maroden Schiefers und der alten Schalung Sparren für Sparren die Sanierung des Dachstuhls und der Deckenbalken fortführen.

Zuvor muss das Schutzdach versetzt werden. Bereits jetzt sind die Fassadengerüste auf die mehr als 100 Meter des gesamten Flügels verlängert. Um das Dach tragen zu können, werden sie noch mit einer Stützkonstruktion verstärkt. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Schutzdach am 20. Mai nach Süden verschoben sein.

Die Dachsanierung am Westflügel ist die erste von mehreren umfassenden Maßnahmen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten im Rahmen der 60-Millionen-Euro-Sanierung von Schloss Friedenstein mit Herzoglichem Park Gotha, je zur Hälfe gefördert von Bund und Land.

Weitere Informationen rund um Schloss Friedenstein und die Sanierungsmaßnahmen unter www.friedensteinblog.de.

 

Foto: Gotha, Schloss Friedenstein, Westflügel, nördlicher Dachstuhl mit Schalung, Foto: Architektur + Denkmalpflege, Dr.-Ing. Anja Löffler

Besucher der Schlossanlage Molsdorf haben ab dem 1. Mai die Möglichkeit, im Park Kaffee zu genießen. Hierfür steht ein kleines bordeauxfarbenes Kaffeemobil an der Westseite des Schlosses, das kleine Snacks, Kaffee und andere leckere Getränke anbietet.

Aufgrund der aktuellen Situation durch die Coronakrise gelten die damit verbundenen Auflagen auch hier. Die Erfrischungen dürfen nur im Abstand von mindestens zehn Metern Radius vom Kaffeewagen verzehrt werden, der Abfall muss in die dafür bereit gestellten Behältnisse entsorgt werden. Die Wiesen dürfen wie schon bisher nicht betreten werden.

Die Betreibung des Kaffeemobils erfolgt durch die Lebenshilfe Erfurt Service gGmbH. Das Konzept beinhaltet, dass Menschen mit Behinderungen hier arbeiten, ein Modell, das die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten ausdrücklich befürwortet.

Das Kaffeemobil hat bei schönem Wetter Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Mit einem Monat Verspätung beginnt im Museum Dornburger Schlösser die Saison. Ab dem 1. Mai können die Ausstellungen zu den gewohnten Öffnungszeiten besucht werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Besuch jedoch mit den derzeit üblichen Einschränkungen und Hygieneregeln verbunden. Es kann sich nur eine bestimmte Anzahl an Personen gleichzeitig in den Schlössern aufhalten und es muss Mund-und-Nasen-Schutz getragen werden. Gruppenbesuche und Führungen sind vorerst nicht möglich, auch die angekündigten Veranstaltungen wie die Pflanzenbörse und die Dornburger Schlössernacht können aufgrund der derzeitigen Bestimmungen nicht stattfinden.

Allerdings wird es Sonderausstellungen geben, darunter Gastausstellungen des Keramik-Museums Bürgel im Rokokoschloss. Am 30. Mai startet die Ausstellung „Teilen und Haben. Positionen der Gegenwartskunst“, eine Kooperation der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mit dem Verband Bildender Künstler Thüringen e.V.

Museum Dornburger Schlösser, Öffnungszeiten täglich außer mittwochs 10 bis 17 Uhr, T: 036427/215130. Weitere Informationen unter www.dornburg-schloesser.de

Die für den 22. August geplante Dornburger Schlössernacht muss abgesagt werden. Aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen bis Ende August vor dem Hintergrund der Coronakrise kann das beliebte Sommerfest nicht stattfinden. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bedauert dies sehr, blickt aber bereits mit Optimismus auf das nächste Jahr. Dann soll das Programm zur Schlössernacht am 28. August 2021 nachgeholt werden. „Das Programm wollen wir dem Publikum nicht vorenthalten. Deshalb sagen wir den gebuchten Künstlern nicht einfach ab, sondern laden sie gleich für das nächste Jahr ein. Einige haben schon zugesagt“, so die Stiftungsdirektorin Dr. Doris Fischer.

Bereits erworbene Tickets können zurückgegeben werden. Ansprechpartner dafür ist die Einrichtung, bei der sie erworben wurden. Informationen zur Rückgabe beim Ticket Shop Thüringen unter www.ticketshop-thueringen.de oder Tel. 0361/2275227. www.schloessernacht-dornburg.de

In der ehemaligen Klosterkirche St. Peter und Paul in Erfurt laufen die Baumaßnahmen mit Blick auf die Bundesgartenschau (BUGA) Erfurt 2021 planmäßig. Jüngst wurde im Innenraum ein Bodenbelag eingebaut. Er ermöglicht die Nutzung des romanischen Bauwerks für Veranstaltungen und eine Ausstellung.

Der historische Boden erhielt über einer dichten Trennschicht einen Belag aus Gussasphalt. Das schon seit der Antike immer wieder für Bodenbeläge verwendete Material erlaubt es, mit einer möglichst leichten und dünnen Schicht Trittsicherheit zu erreichen und dabei respektvollen Abstand zu den Wänden und Pfeilern aus Sandstein zu halten. Später lässt es sich leicht wieder entfernen und ist recyclingfähig. Unter dem Asphalt wurden zuvor die Leitungen für die Stromversorgung verlegt.

Nötig ist der Belag, um stabile ebene Laufflächen und Barrierefreiheit zu erreichen. Er schützt nun die archäologisch und denkmalpflegerisch äußerst wertvolle Bodenoberfläche des früheren Kirchenraums. Die obere Schicht des historischen Bodens bildet ein Ziegelbelag mit befahrbarer Naturstein-Mittelbahn aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die teilzerstörte Kirche zum Lagerhaus umgebaut wurde. Darunter befinden sich die Platten zahlreicher historischer Grablegen und Reste des Kirchenbodens. Diese Schichtung ist uneben und bietet keinen stabilen Untergrund für den Besucherverkehr. Der temporäre Bodenbelag gleicht nun die vielen Unebenheiten aus, was für die multifunktionale Nutzbarkeit wesentlich ist. Im BUGA-Jahr 2021 präsentiert die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hier die Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“, außerdem sind zahlreiche Veranstaltungen geplant.

Abbildung: Erfurt, ehemalige Klosterkirche St. Peter und Paul, Blick in den Innenraum mit Bodenbelag aus Gussasphalt, Foto: Frank Spangenberg, Spangenberg+Braun – Architekten Partnerschaft

 

 

Die Museen in den Dornburger Schlössern und im Weimarer Kirms-Krackow-Haus können aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie geplant am Ende dieser Woche öffnen. Der Saisonbeginn muss bis auf weiteres verschoben werden, ebenso die angekündigten Ausstellungen. Geplante Veranstaltungen können vorerst nicht stattfinden. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bittet die Besucher um Verständnis und wird über aktuelle Entwicklungen zur Zugänglichkeit und zu Veranstaltungsterminen informieren.

Der Innenhof von Schloss Sondershausen ist derzeit aus Gründen des Infektionsschutzes gesperrt. Unter Beachtung der Abstandsregeln laufen dort die Bauarbeiten dennoch weiter und kommen gut voran. Das Pflaster um den Brunnen ist schon wieder verlegt. Als nächstes wird der ebene Laufweg aus Granitplatten wiederhergestellt und bis zum Ende des Alten Nordflügels erweitert. Außerdem wird die Zugangssituation zu den sanitären Anlagen des Schlosshofes verbessert.

Die Wiederherstellung der Oberflächen bildet den Abschluss der im letzten Jahr begonnenen Tiefbauarbeiten im Hof. Sie waren notwendig geworden, um die maroden Entwässerungsleitungen zu sanieren und die Versorgung der einzelnen Schlossbereiche zu modernisieren. Die unvermeidlichen Gräben wurden dabei so angelegt, dass die kreisförmig um den Brunnen verlaufenden Strukturen aus verschiedenen Pflasterfarben und –formaten erhalten blieben. So konnte nun das ursprüngliche Erscheinungsbild wiederhergestellt werden.

 

Foto: Verlegearbeiten im Innenhof von Schloss Sondershausen, Fotos: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Manuel Mucha

Freiflächen von Schloss Heidecksburg abends geschlossen

In der aktuellen Situation hat sich die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten dazu entschlossen, das Schlossareal von Schloss Heidecksburg in Rudolstadt täglich ab 19 Uhr für den Besucherverkehr zu schließen. Tagsüber ist die Anlage jedoch weiterhin für Spaziergänger zugänglich. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bittet um Einhaltung der gültigen Regeln zum Infektionsschutz im öffentlichen Raum.

 

Schlossanlage Wilhelmsburg in Schmalkalden vorübergehend geschlossen

In Schmalkalden bleibt die Schlossanlage Wilhelmsburg einschließlich der Gartenanlagen bis auf weiteres für den Besucherverkehr gesperrt. Dazu hat sich die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten in Abstimmung mit der Stadt Schmalkalden und dem Zweckverband Kultur des Landkreises Schmalkalden-Meiningen entschlossen.  Die Sperrung des viel besuchten Areals soll zum allgemeinen Infektionsschutz beitragen. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bittet um Verständnis für die vorübergehend notwendigen Einschränkungen.