Am kommenden Samstag ist Aurikeltag im Kirms-Krackow-Haus (Jakobstraße 10 in Weimar). Von 10 bis 16 Uhr bietet Aurikelliebhaberin Andrea Petzold im Hof ihre in großer Vielfalt blühenden Pflanzen zum Verkauf und berät Interessierte, wie sie selbst Variationen züchten können. Für den Gaumen bietet das Café Lieblingsgarten frisch gebackenen Kuchen, Kaffee, Tee und andere Getränkespezialitäten. Um 11 Uhr und 14 Uhr gibt es die Führung „Biedermeier, Blütenzauber und Blumisten – Kostüm(ent)führung in die Gartenzeit um 1800“ (Treff-punkt Innenhof, Tickets über das Café Lieblingsgarten). Außerdem ist der er barocke Gartenpavillon mit einer kleinen Ausstellung zur bürgerlichen Gartenkunst um 1800 geöffnet.

Der Aurikeltag knüpft an eine besondere Tradition im Kirms-Krackow-Haus an. Franz Kirms – Besitzer von Haus und Hof zur Goethezeit – war ein Blumist und leidenschaftlicher Aurikelzüchter. Bis heute hat die Modeblume des Biedermeiers nichts von ihrer Faszination verloren. Sie zählt noch immer zu den beliebten Frühjahrsblühern und lässt sich in variantenreicher Farbvielfalt züchten. Im historischen Garten des Kirms-Krackow-Hauses sind die Primelgewächse in bunter Vielfalt zu sehen.

Das Museum im Kirms-Krackow-Haus hat auch zum Aurikeltag regulär geöffnet. Von 11 bis 17 Uhr kann neben den historischen Wohnräumen die neue Kabinettausstellung „Smoke – Gesellschaft im Blauen Dunst“ besichtigt werden. Die Ausstellung vereint die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten ausgewählte Utensilien der Rauchkultur – Leihgaben der Klassik Stiftung Weimar – und viel Interessantes zur Geschichte des Rauchgenusses und der Wahrnehmung der damit verbundenen Gefahren. Immer wieder ergeben sich dabei Bezüge zu Persönlichkeiten der Weimarer Kulturgeschichte.

Abbildung: Aurikelsortiment, Foto: Andrea Petzold

Im Schlosspark Altenstein in Bad Liebenstein wird pünktlich zu Ostern die Frühjahrsbepflanzung fertiggestellt. 8.600 Blumen hat das Parkteam der Stif-tung Thüringer Schlösser und Gärten unter Leitung von Parkverwalter Toni Kepper dieser Tage in die Schmuckbeete im Innenpark gesetzt. Zuletzt kam das beliebte Teppichbeet vor dem Schloss an die Reihe. Die Frühjahrsbepflanzung bestehend aus Stiefmütterchen, Hornveilchen, Tulpen und Narzissen ist etwa bis Pfingsten zu sehen. Dann wird sie durch die Sommerbepflanzung ersetzt. Das besonders aufwendige sommerliche Pflanzbild des Teppichbeets wird bereits seit dem Winter anhand historischer Vorlagen geplant und vorbereitet.

Abbildung:
Letzter Schliff für den Frühjahrsflor: Pflanzmuster in den Bordüren am Tep-pichbeet im Schlosspark Altenstein, Foto: STSG, Toni Kepper

In der Herzoglichen Orangerie Gotha hat das Parkteam mit der Frühjahrsbepflanzung begonnen. Rund 7.000 Blumen sollen bis zum Osterwochenende in den Schmuckbeeten stehen, vor allem gelbe Primeln und orangefarbener Goldlack. Hinzu kommen fast 6.000 Narzissen, Tulpen und Kaiserkronen, die schon im Herbst als Zwiebeln gesteckt worden waren. Die gelbe Pracht ist bis Ende Mai zu sehen. Dann hält die noch aufwendigere Sommerbepflanzung Einzug auf dem Orangerieparterre, kombiniert mit den Kübelpflanzen, die derzeit noch frostsicher im Lorbeerhaus stehen.

Foto: Frühjahrsbepflanzung in der Herzoglichen Orangerie Gotha, Foto: Jens Scheffler

Ab Gründonnerstag ist in Erfurt die Klosterkirche St. Peter und Paul mit der Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“ wieder geöffnet. Mit der erfolgreichen Schau, die Klostergeschichte und Thüringer Gartenkunst verbindet, geht die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bereits in die dritte Saison. Tickets gibt es im Besucherzentrum im Kommandantenhaus.

Die sinnlich aufgemachte Ausstellung bietet stellt in Bild und Ton herausragende Thüringer Gartendenkmale aus unterschiedlichen Epochen vor und macht Lust, die Anlagen zu besuchen. Den Rahmen bietet der imposante Innenraum der einst größten Klosterkirche in Thüringen. Dies greift die Ausstellung auf und macht die engen Bezüge zwischen Klosterleben, Theologie und Gartenkunst in Mittelalter und Früher Neuzeit erfahrbar.

Im Vorfeld der Bundesgartenschau (BUGA) Erfurt 2021 hatte die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mit Förderung durch die Thüringer Staatskanzlei die Fassaden der Peterskirche restauriert und den Innenraum für Ausstellungen und Veranstaltungen hergestellt. Die Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“ war der Beitrag der Stiftung zur BUGA, rund 350.000 Gäste strömten damals in die Kirche. Nach einer weiteren erfolgreichen Saison 2022 – ohne BUGA immerhin 24.000 Gäste – wird die Ausstellung nun bereits zum zweiten Mal verlängert.

In den Osterferien bietet die Erfurt Tourismus und Marketing GmbH Familienführungen über den Petersberg, durch die Peterskirche und durch die Ausstellung im Kommandantenhaus an. Der einstündige Rundgang „Fast verschwundene Geschichte – das Leben der Mönche auf dem Petersberg“ findet vom 3. bis 7. April und vom 10. bis 14. April jeweils um 14 Uhr statt. Anschließend können Kinder noch am Workshop „Wir basteln eine Sonnenuhr“ teilnehmen (jeweils um 15.15 Uhr in der Kinderwerkstatt im Kommandantenhaus). Führung und Workshop empfohlen ab 8 Jahren, um Voranmeldung wird gebeten: citytour@erfurt-tourismus.de oder 0361 6640120.

Paradiesgärten – Gartenparadiese
Erfurt, Klosterkirche St. Peter und Paul
6.4. bis 1.11.2023
Di-So 10 bis 18 Uhr
Tickets im Besucherzentrum am Kommandantenhaus
Erwachsene 8,00 Euro, ermäßigt 4,00 Euro, Feierabendticket ab 17 Uhr 4,00 Euro, Kombiticket Peterskirche und Kommandantenhaus 12,00 Euro
Buchung von Gästeführungen (60,00 Euro zzgl. Eintritt) über Erfurt Tourismus und Marketing GmbH (0361/6640120, citytour@erfurt-tourismus.de)

Abbildung: Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“ in der Erfurter Peterskirche, Foto: STSG, Philipp Hort

 

Auf dem Oberschloss Kranichfeld startet die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten am Karfreitag in die Saison. Bis zum 31. Oktober ist die Burganlage dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Attraktionen der nahe am Ilm-Radwanderweg gelegenen Burg sind der Dicke Turm mit Aussichtsplattform, die in einer Ausstellung erläuterten Zeugnisse der spannenden Bau- und Nutzungsgeschichte und nicht zuletzt der amüsante „Leckarsch“ an der Außenfassade.

Die heute prägende Gestalt mit Renaissancegiebeln erhielt das Oberschloss im 16. Jahrhundert. Aber schon im 12. Jahrhundert entstand an dem strategisch günstigen Platz über dem Ilmtal eine Burg. Auf diese Zeit gehen die Befestigungsanlagen wie der Graben zwischen Vorburg und Kernburg sowie der Dicke Turm als Bergfried zurück. Um 1900 gab der Architekt Bodo Ebhardt der Anlage mit dem neuen Torhaus ein burgenromantisches Gesicht.

Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) ist seit 1994 Eigentümerin der Anlage. Seit der Saison 2022 hat die STSG auch den Besucherbetrieb übernommen. Derzeit arbeitet sie an einer neuen Dauerausstellung, die 2024 eröffnet werden soll. In ihrer Arbeit für das Oberschloss wird die STSG unterstützt vom Förderkreis Oberschloss Kranichfeld e.V., der mit Spenden schon viele Baumaßnahmen ermöglicht hat und Veranstaltungen organisiert – beispielsweise in wenigen Wochen das Burgfest zu Pfingsten.

Abbildung: Oberschloss Kranichfeld, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Karolin Leipold und Carolin Schart

Auf den Dornburger Schlössern bei Jena öffnet die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten am kommenden Wochenende die Türen der Schlossmuseen für die Saison. Auch das Bauhaus-Werkstatt-Museum im benachbarten Marstall ist dann wieder geöffnet. Zudem ist bis dahin die Frühjahrsbepflanzung in den Schlossgärten komplett. Mehrere Ausstellungen und viele Veranstaltungen locken bis Oktober in die frühere Sommerresidenz der Großherzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach. Höhepunkt ist die Dornburger Schlössernacht am 26. August.

Gleich zu Beginn stehen zwei Sonderausstellungen bereit. Der Künstler Patrick Larkin präsentiert im Renaissanceschloss unter dem Titel „Der Klang des Lichts“ Landschaftsbilder, die Beobachtungen aus Farben, Formen und Licht versammeln (bis 14. Mai, Vernissage: 1. April, 14 Uhr). In der Mansarde des Rokokoschlosses ist die Fotoausstellung „Dornburger Jahreszeiten – Magische Momente“ mit Aufnahmen von Schlossverwalterin Fanny Rödenbeck zu sehen. Im Lauf der Saison folgen vier weitere Ausstellungen.

Auftakt zum Veranstaltungsreigen ist die Dornburger Pflanzenbörse am 13. Mai, gefolgt von einem Vortragstag zum hundertjährigen Bestehen des Museumsbetriebs in den Dornburger Schlössern am 14. Mai. Zu Pfingsten gibt es ein vielfältiges Programm im Rahmen der landesweiten Thüringer Schlössertage. Ende Juni erinnert das Dornburger Rosenfest an die Geburtstage von Großherzog Carl Alexander in seiner blütenreichen Sommerresidenz. Im Juli nehmen die Dornburger Sommerimpressionen „West-östlichen Divan“ in den Blick, und am Tag des offenen Denkmals und dem Schlösserkindertag im September macht das Team der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten besondere Angebote.

Am 26. August findet zum zehnten Mal die Dornburger Schlössernacht statt. Gewonnen werden konnten diesmal Felix Meyer, Falk Zenker, Sophie Klußmann und viele andere Künstler. Der Vorverkauf läuft (www.schloessernacht-dornburg.de, Vorverkauf beim Ticketshop Thüringen und an der Museumskasse).

Während der Saison kann ein facettenreiches Führungsangebot gebucht werden. Die Palette reicht von kulturhistorischen Führungen über Gartenrundgänge bis hin zu Kostümführungen mit thematischen Schwerpunkten.

Dornburger Schlösser
1. April bis 31. Oktober, täglich außer Mi von 10 bis 17 Uhr
Schlossgärten ganzjährig täglich von 9 Uhr bis Sonnenuntergang

Programm und Führungsangebote:
www.dornburg-schloesser.de
Beratung und Buchung: 03 64 27 – 21 51 30 | schlossverwaltung@dornburg-schloesser.de

Abbildung: Das Gartenteam der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten unter Leitung von Gartenverwalter Frank Bergmann pflanzt den Frühjahrsflor in den Dornburger Schlossgärten, Foto: STSG, Christian Hill

Am 1. April öffnet das Besucherzentrum im Nördlichen Rundbau des Hofmarschallamts von Schloss Altenstein in Bad Liebenstein wieder seine Türen und läutet damit die neue Saison ein. 2023 erwartet die Besucherinnen und Besucher von Schloss und Park wieder ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen, Sommerkonzerten, Workshops in der Kräuterstube und Kunstkursen im Park.

Das Besucherzentrum lädt zur individuellen Information im persönlichen Gespräch und per Medienstation ein. Außerdem besteht dort Gelegenheit, Führungen zu buchen und Tickets zu erwerben. Auch verschiedene digitale Audio-Vermittlungsangebote sind verfügbar. Sie können teils per Leihgerät genutzt, teils auf das eigene Endgerät heruntergeladen werden.

Das Besucherzentrum Schloss und Park Altenstein entstand im Rahmen des Projekts SchlösserWelt Digital&Original der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG), das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird. Betrieben wird das Besucherzentrum durch die STSG und die Stadt Bad Liebenstein mit der Bad Liebenstein GmbH.

Zahlreiche Veranstaltungen laden während der Saison in Schloss und Park ein. Zwischen Mai und September plant die Bad Liebenstein GmbH in Kooperation mit der STSG mehrere Sommerkonzerte im Schloss und im Freien. Im August veranstaltet die Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis Open-Air-Workshops im Park und die Kräuterstube bietet unterschiedliche Workshops an. Auch Parkrundfahrten mit der E-Kutsche können wieder gebucht werden.

Schloss und Park Altenstein waren Sommersitz der Herzöge von Sachsen-Meiningen. Im 160 Hektar großen Schosspark entstanden durch die Kombination der natürlichen felsigen Landschaft und kleiner Parkarchitekturen wie der Ritterkapelle, dem Chinesische Häuschen oder der Teufelsbrücke erstaunliche kleine Parkszenerien. Das Schloss wurde im späten 19. Jahrhundert im Renaissance-Stil umgebaut und erinnert an englische Herrenhäuser.

Besucherzentrum Schloss und Park Altenstein
Eintrittskarten, Führungen, Souvenirs
Öffnungszeiten: April bis Oktober Di-Fr 11-15 Uhr, Sa/So/feiertags 11-16 Uhr
Landschaftspark ganzjährig frei zugänglich
Tel.: 03 69 61/70 05 67
E-Mail: besuch@schlosspark-altenstein.de
www.schlossaltenstein.de
www.bad-liebenstein.de

Parken:
Im Park stehen nur wenige Parkplätze zur Verfügung. Weitere Parkplätze befinden sich am Anglerplatz Steinbach (P2), am Schwimmbad Schweina (P3) und am Tierpark Bad Liebenstein (P4). Die Buslinie 41 verbindet die Parkplätze mit dem Schlosspark.

Führungen (Treffpunkt Besucherzentrum):
Parkführung Sa. 11 Uhr, So. 14 Uhr, Feiertage 11 Uhr (1,5 Std., 9,50 Euro)
Führung Brahms-Gedenkstätte & Chinesisches Kabinett So 11 und 13 Uhr (1,5 Std., 12,00 Euro) Termine: www.bad-liebenstein.de/fuehrungen
Führung zur Baugeschichte von Schloss Altenstein Do 15 Uhr und So je 11 und 13 Uhr (1,5 Std., 12,00 Euro), Termine: www.bad-liebenstein.de/fuehrungen

Sommerkonzerte: www.bad-liebenstein.de/schlosspark-altenstein
Sommerakademie/ Open-Air-Workshops: kunstschule-wak.de/freie-kunstschule/open-air-workshops/
Kräuterstube: www.kräuterstube.com/workshops
E-Kutsche: www.altenstein-tourismus.de

Imbiss/Gastronomie:
Café Altenstein
April-Oktober, Di-So Imbiss im Biergarten, Do 17-22 Uhr, Fr 18-22 Uhr
Sa, So, Feiertage 11-19 Uhr und nach Vereinbarung
T: 036961 70 77 33 oder 0172 21708529, www.cafe-altenstein.de

Abbildung:
Besucherzentrum Schloss und Park Altenstein, Foto: STSG, Susanne Rakowski

Im Kirms-Krackow-Haus in Weimar startet die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten am kommenden Wochenende die Saison. Neben den historischen Wohnräumen ist bis Ende Oktober eine neue Kabinettausstellung zu sehen. „Smoke – Gesellschaft im Blauen Dunst“ beleuchtet die Kulturgeschichte des Rauchens. Passend dazu ist im historischen Salon der Tisch mit Designobjekten rund ums Rauchen gedeckt – ein Beitrag zum Themenjahr „Wohnen“ der Klassik Stiftung Weimar. Außerdem gibt es zahlreiche Veranstaltungen und Führungsangebote, und das Café du Jardin lädt ab 1. April wieder zum Genuss im Hinterhaus und im Garten.

In der Ausstellung „Smoke – Gesellschaft im Blauen Dunst. Utensilien eines alten Lasters“ vereint die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten ausgewählte Utensilien der Rauchkultur – Leihgaben der Klassik Stiftung Weimar – und viel Interessantes zur Geschichte des Rauchgenusses und der Wahrnehmung der damit verbundenen Gefahren. Immer wieder ergeben sich dabei Bezüge zu Persönlichkeiten der Weimarer Kulturgeschichte. Im Salon der historischen Wohnetage ist die Klassik Stiftung Weimar mit einem eleganten Rauchertisch zu Gast, inszeniert im Rahmen ihres Ausstellungsparcours „Fremde Freunde – Moderne zu Gast in historischen Häusern“.

Veranstaltungen wie der Aurikeltag am 15. April, eine Hofkinonacht im Juni und „Vino et Musica“ mit Renaissancemusik im August und Theateraufführungen laden im Lauf der Saison immer wieder in das idyllische Anwesen inmitten der Stadt ein. Jeden Freitag um 16 Uhr gibt es eine öffentliche Kostümführung durch Garten und Haus mit einem Glas Secco, jeden Sonntag um 11 Uhr eine Führung einschließlich Sonderausstellung mit einem Glas Rauchbier. Die Führungen können auch zu anderen Terminen für Gruppen gebucht werden.

Kirms-Krackow-Haus
Historische Wohnkultur und Kabinettausstellung „Smoke – Gesellschaft im Blauen Dunst. Utensilien eines alten Lasters“
31. März bis 31. Oktober Fr 14-17 Uhr, Sa/So/Feiertage 11-17 Uhr
Garten ganzjährig geöffnet
Café du Jardin: 1. April bis 31. Oktober Mi-So 11-19 Uhr
Führungen: 03643/2176310
www.thueringerschloesser.de

Abbildungen:
– Kirms-Krackow-Haus in Weimar, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Constantin Beyer
– Rauchertisch im Salon des Kirms-Krackow-Hauses, Foto: STSG. Christian Hill

 

Im Fürstlich Greizer Park mussten aufgrund von Sturmschäden am Altbaumbestand zwei Wege gesperrt werden. Sowohl bei einer Linde der Seufzerallee als auch an einer Buche an der Bahnmaskierung des Binsenteichs auf Höhe der ersten Halbinsel zwischen Rindenhaus und Nordausgang waren nach heftigen Sturmböen Teile der Baumkronen ausgebrochen. Beide Bäume waren bereits durch ihr Alter und einen Pilzbefall geschwächt. Bis das Schadensbild begutachtet und die Wege beräumt sind, wird die Sperrung aufrechterhalten. Dies kann mehrere Tage in Anspruch nehmen.

 

Abbildung: Gesperrter Weg am Binsenteich im Fürstlich Greizer Park, Foto: STSG, Mario Männel

Auf Schloss Heidecksburg hat ein von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) beauftragtes Planerteam für die Sanierung des Marstalls die Arbeit aufgenommen. Nach der Beräumung von Depoträumen durch das Thüringer Landesmuseum Heidecksburg und das Staatsarchiv Rudolstadt stehen nun die Untersuchungen an, die Grundlagen für die detaillierte Maßnahmenplanung liefern. Das Team setzt sich zusammen aus Architekten, Statikern, Fachplanern, Bauforschern und Restauratoren. Die Grundsanierung und der Nutzungsausbau des Marstalls gehören zu 23 Einzelprojekten an Kulturdenkmalen in ganz Thüringen im Sonderinvestitionsprogramm I der STSG.

Die Fachleute nehmen das Gebäude nun genau unter die Lupe. Untersucht wird beispielsweise, wo noch alte Farbfassungen und Putze zu finden sind oder wie möglichst viel von der Dachkonstruktion erhalten werden kann. Auch den Bauphasen des jahrhundertealten Gebäudes wird nachgespürt und dabei jede Baufuge genau in Augenschein genommen. Eine bereits erfolgte genaue Vermessung der Räume und die Erfassung der Fassaden mit Hilfe von 3-D-Technologie bildet dabei eine wichtige Arbeitsgrundlage für alle Beteiligten. Die Untersuchungsergebnisse fließen in die Entwurfsplanung für das Sanierungsprojekt ein. Diese dient später auch als Baustein einer Haushaltsunterlage, auf deren Basis weitere fest vorgegebene Planungsschritte freigegeben werden können.

Rudolstadt, Schloss Heidecksburg, Marstall

Der Marstall an der Nordseite des Schlosshofs von Schloss Heidecksburg vereint Bausubstanz vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Hier waren einst Pferdeställe und Bedienstete untergebracht. Die Hippomanie, die Leidenschaft für Pferde, hatte auf Schloss Heidecksburg lange ihren festen Platz. Am Hof der Grafen und Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt kam der Pferdezucht und -dressur eine hervorgehobene Rolle zu.

Das Sonderinvestitionsprogramm I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hat ein Volumen von 200 Millionen Euro, die Bund und Land jeweils zur Hälfte bereitstellen. Mit diesem Programm kann die STSG bis 2027 wesentliche Sanierungsschritte für viele ihrer Liegenschaften erreichen. Die vorgesehenen Maßnahmen sind in 23 Einzelprojekte in Kulturdenkmalen in ganz Thüringen aufgeteilt, die unabhängig voneinander vorangetrieben werden können. Eine Sonderrolle innerhalb des Programms spielt Schloss Friedenstein in Gotha – 50 Millionen Euro kommen der Anlage zugute, für die zusammen mit dem bereits seit einigen Jahren laufenden 60-Millionen-Euro-Programm insgesamt 110 Millionen Euro bereitstehen.

Abbildungen:
– Planerberatung vor dem Marstall von Schloss Heidecksburg in Rudolstadt, Foto: STSG, Carolin Schart
– Marstall auf Schloss Heidecksburg, Foto: Schatzkammer Thüringen, Marcus Glahn