Rund um die Erfurter Peterskirche blühen Wiesenblumen. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) als Eigentümerin der Peterskirche hat die Fläche im vergangenen Jahr angelegt und sieht darin nicht zuletzt einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Artenvielfalt im Stadtraum.

Die Wiesenflächen aus einheimischen Gräsern, Kräutern und Wiesenblumen werden zweimal im Jahr gemäht und müssen nur in Ausnahmefällen gewässert werden. Der Verzicht auf häufigen Rückschnitt wird mit wechselnden Blüten von Frühjahr bis Herbst belohnt. Das kommt auch der Tierwelt zugute, vor allem Insekten und Vögeln.

„Neben der Steigerung der Biodiversität im Stadtraum und der Einsparung einer enormen Menge Wassers geht es uns auch um eine Anpassung an die Bedingungen des Klimawandels“, sagt Gartenreferent Jonathan Simon von der STSG. „Eine Wiese, die sich weitgehend selbst pflegt, das Wasser speichert und auch mal länger mit wenig auskommt, ist da ein sinnvoller Schritt.“

Abbildung: Blühwiese an der Erfurter Peterskirche, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Jonathan Simon

Im Schlosspark Altenstein ist die Sommerbepflanzung abgeschlossen. Mehr als 10.000 Pflanzen hat das Parkteam der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten in den vergangenen drei Wochen in die Erde gebracht. Bepflanzt wurden das Teppichbeet, das Knotenbeet und die Terrasse am Schloss sowie das Rundbeet beim Hofmarschallamt. Bis Anfang Oktober schmücken jetzt Begonien, Dahlien, Pelargonien, Echeverien und viele mehr in kunstvollen Mustern den Innenpark und werden intensiv gepflegt.

Berühmter Hingucker im Schlosspark Altenstein ist das Teppichbeet, das seit mehr als 20 Jahren wieder jährlich nach historischen Vorlagen bepflanzt wird. Seine Muster und Kontraste leben ausschließlich von den unterschiedlichen Blattfarben von Gewächsen wie Alternanthera und Echeverien – Blühpflanzen kommen hier bei der Sommerbepflanzung traditionell nicht zum Einsatz.

Abbildung: Sommerbepflanzung am Teppichbeet im Schlosspark Altenstein, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Toni Kepper

An der Ringmauer der Burg Weißensee wird derzeit ein Baugerüst errichtet. Das Gerüst kündigt den bevorstehenden Baustart für die Natursteinarbeiten im Rahmen der Ringmauersanierung im Sonderinvestitionsprogramms I (SIP I) der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) an. Rund 600 Quadratmeter der Umfassungsmauern werden innen- und außenseitig im Zuge des SIP I auf der Burg Weißensee saniert.

Das bis zu sieben Meter hohe und bis zu zwei Meter dicke Mauerwerk umfasst die Anlage der Burg, die im Mittelalter durch die Landgräfin Jutta erbaut worden war. Die schützenden und stützenden Mauern sind teilweise rund 800 Jahre alt und seit ihrer Errichtung Wind und Wetter ausgesetzt. Feuchtigkeit, die Witterung und das Alter hinterließen starke Schäden. In zwei früheren Bauabschnitten konnte die STSG bereits große Teile der Umfassungsmauern im nordöstlichen Bereich sichern. Im Rahmen des SIP I kann nun die Sanierung im nordwestlichen Bereich fortgesetzt werden und damit ein weiterer wichtiger Teilabschnitt der Ringmauer gesichert werden. Die wehrhafte Lage am Außenhang macht schon den Gerüstaufbau zum anspruchsvollen Unterfangen. Im Rahmen der Bauarbeiten wird auch ein zweiter Flucht- und Rettungsweg geschaffen.

Neben der Ringmauersanierung in einem Abschnitt gehört auch die Sanierung der Turmhaube des Palasturms auf der Burg Weißensee zu den Projekten des SIP I. Für die beiden Projekte stehen im Rahmen des Programms zusammen 3 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Sonderinvestitionsprogramm I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hat ein Volumen von insgesamt 200 Millionen Euro, mit dem insgesamt 23 Sanierungsprojekte an Kulturdenkmalen in ganz Thüringen umgesetzt werden. Finanziert wird das Programm jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land Thüringen.

 

Abbildung: An der Ringmauer der Burg Weißensee sind die Gerüstbauarbeiten in den letzten Zügen, Foto: STSG, Jörg Kirsten

Die Chancen und Herausforderungen ihres aktuell laufenden Sonderinvestitionsprogramms I (SIP) hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten in einem Fachpolitischen Dialog im Thüringer Landtag mit Akteuren aus Politik, Tourismus, Handwerk und Kultur diskutiert. In einer Podiumsdiskussion kamen Themen wie Handwerksförderung, Nachhaltigkeit und das Potential für Nutzung und Tourismus zur Sprache. Auch die Aussichten auf eine notwendige Anschlussförderung wurden thematisiert.

Reinhard Krebs, Landrat des Wartburgkreises, würdigte den Effekt des SIP I: „Bei der Sanierung des kulturellen Erbes geht es sinnbildlich auch um Statik und Unterbau unserer Gesellschaft. Der Erhalt des kulturellen Erbes ist auch ein Anker für die Demokratie. Für die Menschen in den Kommunen sind die Denkmale Identifikationsorte, die Menschen sind dankbar, dass da etwas passiert. Das hat positive Auswirkungen auf das Ehrenamt und nicht zuletzt hängen Arbeitsplätze daran.“

Thüringens Kulturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff blickte zurück auf das Erreichte und zeigte konkrete Perspektiven auf: „Es geht um die Wahrnehmung ganzer Kulturräume. Nicht nur in den Schlössern selbst, sondern auch in vielen weiteren Bauten, die zu einer Residenz gehören – etwa den Theatern – finden in Thüringen vielerorts substanzerhaltende Maßnahmen statt. In den letzten zehn Jahren haben wir auf diesem Feld Investitionen gestartet, die in ihrer Summe umfangreicher sind als das, was in den zwei Jahrzehnten zuvor investiert werden konnte. Ein zentraler Baustein dabei ist das Sonderinvestitionsprogramm I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Das war möglich, weil sich Demokraten parteiübergreifend dafür eingesetzt haben. Schon jetzt wissen wir, dass ein SIP II notwendig sein wird, um hier nicht auf halber Strecke stehenzubleiben. Gut und richtig wäre es, das weiter gemeinsam mit dem Bund zu realisieren, aber das Engagement des Landes sollten wir nicht ausschließlich davon abhängig machen.“

Vielfaches Potential für den Tourismus in Thüringen sieht Christoph Gösel, Geschäftsführer der Thüringer Tourismus GmbH durch das SIP I: „Die historischen Bauten sind stadtbildprägend und es geht dabei immer um das Gesamtensemble. Baustellen sind nicht nur etwas mit dem man leben muss, sondern sie wecken auch Interesse. Eindrucksvolle Führungen und eine offensive Baukommunikation zeigen da große Wirkung und sorgen für Akzeptanz. Dann hat auch das Bauen selbst einen touristischen Effekt und natürlich winkt mit den Ergebnissen ein deutlicher Zugewinn für das touristische Landesmarketing.“

Die Effekte für das Handwerk benannte Thomas Malcherek, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt: „Ich freue mich, dass im Zusammenhang mit dem SIP I die Rolle des Handwerks erkannt wird. Im Sonderinvestitionsprogramm I werden spezielle handwerkliche Fertigkeiten gebraucht, die stehen deshalb zur Verfügung, weil sie in den Betrieben über die Jahrzehnte aufgebaut und weitergegeben werden und das geht nur, wenn kontinuierlich anspruchsvolle Aufträge vergeben werden. Und dafür ist das Sonderinvestitionsprogramm I ein hervorragendes Beispiel. Aber Kompetenz ist auch Sache der Ausbildung und wir setzen uns dafür ein, dass das Berufsbild des Restaurators im Handwerk auch künftig eine wichtige Rolle spielen kann und nicht als rein akademische Fortbildung festgelegt wird.“

Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, richtete den Blick über das aktuelle SIP I hinaus und warb für eine Fortführung der Förderung: „Die Notwendigkeit eines Anschlussprogramms ergibt sich aus der Sache. Im SIP I geht es vorrangig um die Sicherung von Denkmalsubstanz und neue Nutzungsperspektiven für zahlreiche Denkmale. In weiterer Perspektive muss die touristische Inwertsetzung das Ziel sein. Wir sind mit hervorragenden Fachleuten im Haus dafür aufgestellt, die Arbeit im Sinne unseres gesellschaftlichen Auftrags mit voller Kraft weiterzuführen. Angesichts des Fachkräftemangels können wir dafür wirklich dankbar sein und sollten sie im Haus und damit im Land halten. Denn am Ende geht es um den außergewöhnlichen Schatz kulturellen Erbes, der Thüringen im Vergleich besonders macht.“

Abbildung: Podiumsdiskussion beim Fachpolitischen Dialog zum Sonderinvestitionsprogramm I im Thüringer Landtag, v.l.n.r.: Thomas Malcherek, Christoph Gösel, Moderatorin Anja Heyde, Dr. Doris Fischer, Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Reinhard Krebs, Foto: TSK/Jacob Schröter

Auf den Dornburger Schlössern lädt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten ab dem kommenden Wochenende zur zweiten Sonderausstellung der Saison. „Ge(n)adelt!“ heißt die Kabinettausstellung mit fürstlichen Geschenknadeln aus drei Jahrhunderten in der Mansarde des Rokokoschlosses. Vernissage ist am 1. Juni um 15 Uhr mit Lochplatten-Musik aus dem Polyphon.

Geschenknadeln waren lange Zeit en vogue als Präsente europäischer Adelshäuser untereinander, aber auch als Würdigungsgeschenke etwa an Hofbeamte und Künstler. Eine profilierte Privatsammlung der kleinen feinen Objekte lädt zum Staunen über die Vielfalt und Sorgfalt der Stücke ein. Unter den Raritäten vorrangig aus dem 19. Jahrhundert befinden sich auch viele originale Etuis, die teilweise durch europäische Hofjuweliere gekennzeichnet sind und die Herkunft dokumentieren.

Auf den Dornburger Schlössern können Gäste die Schlossgärten und das Rokokoschloss besichtigen, ebenso das benachbarte Bauhaus-Werkstatt-Museum im Marstallgebäude. Lediglich das Renaissanceschloss ist wegen der anstehenden Sanierung derzeit geschlossen.

Sonderausstellung
„Ge(n)adelt! Fürstliche Geschenknadeln aus drei Jahrhunderten“
1. Juni bis 11. August
Dornburger Schlösser, Rokokoschloss, Mansarde

www.dornburg-schloesser.de

Abbildung: Geschenknadel aus der Ausstellung im Rokokoschloss Dornburg, Foto: Katrin Leidenfrost

Auf Schloss Altenstein werden die Bauarbeiten im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms I (SIP I) der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) sichtbar. Während im Schloss haustechnische Installationen voranschreiten, haben auch am historischen Küchenbau die Bauarbeiten im SIP I begonnen.

Die historische Kubatur des kleinen Fachwerkbaus mit steilem Dach und großem Dachüberstand wird unter Wiederverwendung historischer Bauteile wiederhergestellt, darunter Dachziegel, Balken und Bretterverschalungen. Der Küchenbau hinter dem Schloss war im Zuge eines Schlossumbaus Ende des 19. Jahrhunderts unter dem sogenannten Theaterherzog Georg II. von Sachsen-Meiningen errichtet worden.

Im Rahmen des SIP I wird auf Schloss Altenstein die Sanierung des in den 1980er Jahren ausgebrannten Schlosses abgeschlossen. Dazu gehören auch die Sanierung des historischen Küchenbaus hinter dem Schloss sowie die Sicherung des an diesen anschließenden Turmstumpfs der Vorgängerburg. Für Schloss Altenstein stehen im Rahmen des SIP I rund 13 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Sonderinvestitionsprogramm I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hat ein Volumen von insgesamt 200 Millionen Euro, mit dem insgesamt 23 Sanierungsprojekte an Kulturdenkmalen in ganz Thüringen umgesetzt werden. Finanziert wird das Programm jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land Thüringen.

Abbildung:
Die Bauarbeiten am historischen Küchenbau von Schloss Altenstein haben begonnen, Foto: STSG, Philipp Brand

Die Sicherungsarbeiten über dem Ekhof-Theater im Westturm von Schloss Friedenstein in Gotha sind abgeschlossen. Nach Freilegungen in den darüberliegenden Räumen hatte die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) das Ekhof-Theater vorübergehend gesperrt und Stabilisierungen im Bereich der Decke veranlasst. Pünktlich zum Beginn des Ekhof-Festivals am 1. Juni sind die Arbeiten abgeschlossen. Die Veranstaltungen des Festivals können damit wie geplant in dem historischen Theatersaal stattfinden.

Im März hatten Untersuchungen statische Schwächen über dem Zuschauerraum des Ekhof-Theaters ergeben. Eine Zwischenwand im zweiten Obergeschoss lastete auf Balken, die durch Organismen geschädigt und nicht mehr tragfähig waren. Das hatte bereits zu Verformungen an der Konstruktion geführt und stellte eine Gefahr für die darunter liegende weit spannende Decke des Theaters dar.

Die STSG hatte umgehend reagiert und den Raum für die Öffentlichkeit geschlossen. „Eine einfache Lösung gab es dafür nicht“, erklärt Sabine Jeschke, Baureferentin der STSG auf Schloss Friedenstein. „Das Planungsteam musste in Windeseile mehrere Varianten durchrechnen und auf Tauglichkeit prüfen.“ Realisiert wurde schließlich eine Sicherungskonstruktion mit Stahlträgern für die Zwischenwand, auch die Balkenauflager wurden verstärkt. Die Lasten werden nun wieder auf die Außenwände gelenkt. Zusätzlich wurden die Ausfachungen der Fachwerkwand entfernt, um die Lasten zu reduzieren. Die Kassettendecke des Saals ist damit wieder sicher.

„Ich danke allen, die diese anspruchsvolle Maßnahme unter Zeitdruck umgesetzt haben“, würdigt STSG-Direktorin Dr. Doris Fischer den Kraftakt. „Die Projektsteuerung bei uns im Haus, die beauftragten Planer und Statiker und die mit Fingerspitzengefühl ausführende Baufirma – alle haben verantwortungsvoll und wie ein Uhrwerk zusammengearbeitet. Nur so konnten wir die wirklich knappe Zielmarke Ekhof-Festival halten.“

Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit dem Sanierungsprogramm der STSG für Schloss Friedenstein mit einem Volumen von 110 Millionen Euro, je zur Hälfte gefördert von Bund und Land.

Abbildung: Mitarbeiter des BauhofH aus Nohra sichern den Deckenbereich über dem Ekhof-Theater, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Sabine Jeschke

 

Im Schlosspark Molsdorf erblühen derzeit frisch wiederhergestellte Schmuckbeete. Sie ergänzen zwei vor einigen Jahren zurückgewonnene Ovalbeete im Pleasureground südlich des Schlosses. Das Gartenteam der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hat alle Beete mit mehr als 2.000 Stauden neu bepflanzt. Im Herbst kommen noch einmal fast 4.000 Blumenzwiebeln hinzu. Möglich wurden Wiederherstellung und Neubepflanzung durch eine großzügige private Einzelspende in Höhe von 18.000 Euro.

Die wiederhergestellten Beete gehören zur zweiten wichtigen Gestaltungsphase des Gartendenkmals. Ende des 18. Jahrhunderts begann die Umgestaltung des ursprünglichen Barockgartens zum Landschaftspark. Die Form des zentralen Barockparterres blieb dabei als große Rasenfläche erhalten, akzentuiert durch zwei ovale farbenreiche Blumenbeete. Zwei dreieckige Beete vermittelten zwischen Schloss und Rasen. Diese historische Gestaltung ist nun wieder komplett.

Als Grundlage für die Wiederherstellung dienten historische Abbildungen und Parkpläne. Gartenarchäologische Radaruntersuchungen ermöglichten die genaue Lokalisierung der im 20. Jahrhundert eingeebneten Beete. Die Ovalpflanzungen sind bereits seit gut zehn Jahren wieder erlebbar, nun kamen die Dreieckbeete hinzu. Mangels historischer Pflanzlisten werden sie mit vielfarbigen Stauden in unterschiedlichen Wuchshöhen neu interpretiert. Die Gestaltung sowie eine Höhenstaffelung orientieren sich dabei an den Prinzipien der Zeit um 1800.

Abbildung: Noch geschützt – wiederhergestelltes Staudenbeet im Schlosspark Molsdorf, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Jonathan Simon

 

Am Palasturm der Burg Weißensee ist der Aufbau eines Baugerüsts gestartet. Das Gerüst bereitet den Weg für den anstehenden Baustart im Rahmen der Turmhaubensanierung im Sonderinvestitionsprogramm I (SIP I) der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG). Die Turmhaube wird in knapp 20 Metern Höhe über der Burganlage saniert.

Der Aufbau des knapp 30 Meter hohen Gerüsts wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Der Turm muss von allen Seiten eingerüstet werden, innerhalb der verschachtelten Burganlage und am Außenhang, kein einfaches Unterfangen.

Seit Jahrzehnten wird der Palasturm durch eine provisorische Deckung geschützt. Nach einer umfangreichen statischen Hangsicherung wurde zwischen 2013 und 2016 bereits der Turmschaft saniert. Um das sanierte Mauerwerk dauerhaft vor Wind und Regen zu schützen, wird die markante Haube durch die Sanierung von Tragwerk und Dachdeckung wiederhergestellt.

Der Palasturm entstand im 12. Jahrhundert unter den Landgrafen von Thüringen und erhielt seine Haube im 16. Jahrhundert. Ihre Dachflächen sind geschweift, als besonderer Konstruktionskniff sorgen in wechselnden Winkeln aneinandergefügte Bohlensparren für den notwendigen Schwung.

Neben der Turmhaubensanierung wird im SIP I auf der Burg Weißensee in einem weiteren Einzelprojekt auch ein Teilabschnitt der Ringmauer saniert. Für die beiden Projekte stehen im Rahmen des Programms zusammen 3 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Sonderinvestitionsprogramm I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hat ein Volumen von insgesamt 200 Millionen Euro, mit dem insgesamt 23 Sanierungsprojekte an Kulturdenkmalen in ganz Thüringen umgesetzt werden. Finanziert wird das Programm jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land Thüringen.

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Start für das knapp 30 Meter hohe Baugerüst am Palasturm, Foto: STSG, Tino Trautmann

Auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt kommen die Planungen für die Sanierungsmaßnahmen im Sonderinvestitionsprogramm I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) voran. Einer der Schwerpunkte ist der Westflügel. Dort werden im Herbst 2025 die beiden Obergeschosse mit den Paradegemächern und dem Festsaal für die Zeit der Dachsanierung geschlossen.

Die übrigen Bereiche des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg (TLMH) mit der Porzellangalerie, den Museumsräumen im Südflügel und dem Besuchermagneten „Rococo en miniature“ bleiben während der mehrjährigen Bauarbeiten geöffnet. Auch Bereiche des Nordflügels werden zugänglich sein, bis die Baustelle vom Westflügel dorthin wandert. Für die Zeit der Schließung wollen STSG und TLMH gemeinsam die bedeutendsten Räume des Westflügels virtuell erfahrbar machen.

Das Sonderinvestitionsprogramm I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hat ein Volumen von insgesamt 200 Millionen Euro, mit dem insgesamt 23 Sanierungsprojekte an Kulturdenkmalen in ganz Thüringen umgesetzt werden. Finanziert wird das Programm jeweils zur Hälfte von Bund und Land Thüringen. Auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt werden im Rahmen des Programms drei Einzelprojekte mit einem Gesamtvolumen von 21,7 Millionen Euro umgesetzt. Davon profitieren der West- und der Nordflügel sowie der Marstall und die Säulensäle.

Abbildung: Schloss Heidecksburg mit Sicherungsgerüsten am Westflügel, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Carolin Schart