Im Fürstlich Greizer Park soll in den nächsten Jahren der Parksee entschlammt werden. Für das aufwendige Projekt an dem 8,2 Hektar großen Gewässer hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) in den letzten Tagen 3 Millionen Euro bewilligt bekommen. Die Förderung kommt vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung im Rahmen des Programms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“.

Mit dem Vorliegen des Fördermittelbescheids kann die STSG nun in das Projekt einsteigen. Es folgt dem für öffentliche Investitionen üblichen Prozedere mit mehreren Planungsstufen und schließlich der Um-setzung. Insgesamt rechnet die STSG mit einem Zeitraum von bis zu drei Jahren.

Vorgesehen ist eine Kombination aus biologischem und mechanischem Verfahren. Zunächst sollen Mikroben die über Jahrzehnte abgelagerte Schlammschicht im See dezimieren. Anschließend wird das verbliebene Material ausgebaggert. Das umweltgerechte Entsorgen des mit problematischen Subtanzen angereicherten Materials ist ein entscheidender Kostenfaktor für das Vorhaben. Außerdem werden die Ufer denkmalgerecht saniert und Gehölze nachgepflanzt.

„Mit der Förderung können wir einen Schritt tun, zu dem unsere Gartenexperten schon lange drängen“, sagt Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. „Laien werden sich vielleicht fragen, ob dafür Millionensummen nötig sind. Die Wirkung auf die Wasserqualität ist aber immens und nachhaltig.“

Stehende Gewässer müssen in größeren Abständen entschlammt werden, um ihre Funktion als Biotope zu erhalten. Laub, Staub und Unrat lagern sich im Lauf der Zeit am Boden ab und beeinträchtigen die Wasserqualität. Durch die geringe Wassertiefe heizt sich der See schneller auf, was sich negativ auf Flora und Fauna auswirkt. Vor allem im städtischen Raum sind solche Lebensräume wichtig für Pflanzen und Tiere. Der künstlich angelegte Greizer Parksee kombiniert diese ökologische Funktion mit seiner Wirkung als zentrales Element des Gartenkunst-werks. Mit dem Projekt wird der Parksee für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht.

Abbildung: See im Fürstlich Greizer Park, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Helmut Wiegel

An der Burgruine Brandenburg in Lauchröden finden ab 24. Januar Freischneide- und Baumpflegearbeiten statt. Bei günstiger Witterung sollen die Maßnahmen noch im Januar abgeschlossen werden. Stellenweise kann es zur Sperrung einzelner Wege kommen. Die Maßnahmen sind mit den zuständigen Naturschutz- und Forstbehörden abgestimmt.

Mit den Arbeiten sorgt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten für die Verkehrssicherheit, aber auch für den Schutz der Bausubstanz und der Hänge rund um die hochmittelalterliche Doppelburganlage. Zum Teil handelt es sich um Vorbereitungsarbeiten für geplante Mauersanierungen. Nicht zuletzt wird die Sichtbarkeit der Ruine als bedeutende Landmarke im thüringisch-hessischen Werratal verbessert.

 

Im Sonderinvestitionsprogramm I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) werden weitere Projekte auf den Weg gebracht. Die zur Begleitung des Programms eingerichtete Baukommission hat gestern sechs Vorhaben bestätigt, die die wichtigsten Fördervoraussetzungen erfüllen. Zusammen mit den Entscheidungen von Ende September 2021 stehen damit nun 17 Projekte des Programms am Anfang ihrer Umsetzung, zunächst bis zur Phase der Entwurfsplanung mit Kostenberechnung.
Im Einzelnen wurden bestätigt:
– Schloss Altenstein – Abschluss der Gesamtsanierung des Schlosses einschließlich historischem Küchenbau und Schlossterrassen mit dem Ziel der Nutzbarkeit
– Schloss Sondershausen – Statisch-konstruktive Sicherung am Alten Nordflügel und am Schlossturm, Dachsanierung am Süd- und Ostflügel und barrierefreie Erschließung
– Schloss Heidecksburg Rudolstadt – Gesamtsanierung des Marstalls mit dem Ziel der Nutzbarkeit
– Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden – Dachsanierung am Südflügel mit Schlosskirchturm, Erweiterung des Museumsrundgangs
– Schloss und Park Molsdorf – Untersuchungsmaßnahmen am Schloss sowie die Sanierung von Parkpavillon und Umfeld
– Schloss Bertholdsburg Schleusingen – Sanierung der Schlossbrücke einschließlich deren Umfeld
Weitere Projekte aus der Vorschlagsliste der STSG sollen in der nächsten Sitzung der Baukommission behandelt werden. Eine Rolle wird dabei nicht zuletzt die aktuelle Entwicklung der Baupreise spielen müssen, die zum Zeitpunkt der Erstellung des zugrundeliegenden Masterplans noch nicht absehbar war. Auch die vorgeschlagenen Maßnahmen im Südflügel von Schloss Bertholdsburg, für die im September eine weitere Prüfung veranlasst worden war, stehen dann wieder mit auf der Tagesordnung.
Alle bestätigten Projekte durchlaufen das übliche Prozedere in klar definierten Leistungsphasen entsprechend der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Den Anfang machen dabei die Planerauswahlverfahren, in denen Architekten und Fachplaner bestimmt werden. Nach Abschluss der Verträge beginnen die Vorplanungen und die Entwurfsplanung einschließlich detaillierter Kostenberechnung, die in Antragsunterlagen münden. Nach deren Prüfung durch die Zuwendungsgeber könnten dann unter Berücksichtigung der prognostizierten Baukosten und der weiteren Baupreisentwicklungen die nächsten Schritte bis hin zur Umsetzung beginnen. Das eigentliche Bauen findet in der achten von neun Leistungsphasen statt.
In der Baukommission werden Empfehlungen zum Förderprogramm gegeben und notwendige Abstimmungen zwischen Fördergebern, Förderempfängerin und den am Verfahren beteiligten Behörden vorgenommen, um den Umsetzungsprozess zügig zu gestalten. Die Baukommission für das Sonderinvestitionsprogramm I setzt sich zusammen aus Vertretern der Thüringer Staatskanzlei, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), des Thüringer Finanzministeriums, des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, des Thüringischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie, des Thüringer Landesamts für Bau und Verkehr sowie der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten als Bauherrin und Förderempfängerin.
Das Sonderinvestitionsprogramm I (SIP I) hat ein Volumen von 200 Millionen Euro, die Bund und Land jeweils zur Hälfte bereitstellen. Damit kann die STSG wesentliche Sanierungsschritte für viele ihrer Liegenschaften erreichen. Die in 13 der 31 Kulturdenkmale vorgesehenen Maßnahmen hat die STSG aktuell in 26 Einzelprojekte aufgeteilt, die unabhängig voneinander vorangetrieben werden können. Für möglicherweise an die STSG noch zu übertragende Liegenschaften sind vorerst 20 Millionen des Gesamtbudgets reserviert.
Der Schloss-Anlage Friedenstein Gotha wird entsprechend dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom November 2020 eine Sonderrolle innerhalb des Programms eingeräumt. 50 Millionen des Programmvolumens sollen der weiteren Sanierung der Liegenschaft zugutekommen, für die zusammen mit dem bereits seit einigen Jahren laufenden 60-Millionen-Euro-Programm insgesamt 110 Millionen Euro bereitstehen.
Bereits im September 2021 waren bestätigt worden:
– Schloss Heidecksburg Rudolstadt, Maßnahmen an Nord- und Westflügel
– Schloss Sondershausen, Fenstersanierung Westflügel
– Schloss Sondershausen, Schlossumfeld und Medienerschließung
– Schloss Sondershausen, Sanierung Jägerhaus mit Remise
– Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, Sanierung von Stütz- und Um-fassungsmauern
– Schloss Schwarzburg, barrierefreie Erschließung im Hauptgebäude
– Dornburger Schlösser, Sanierung Renaissanceschloss und Umfeld
– Burg Weißensee, Sanierung der Turmhaube des Palasturms
– Burg Weißensee, Sanierung der Ringmauer
– Burg Ranis, Sanierung der Vorburg/Torhaus
– Sicherungsmaßnahmen an Burgruinen
gefördert durch:
aufgrund eines Beschlusses
des Deutschen Bundestages
sowie

Auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt muss ein Verbindungsweg am nördlichen Schlossberg gesperrt werden. Grund sind Schäden an der Stützmauer neben dem Horentempel auf der Unteren Terrasse. Bis zum Abschluss der Mauersicherung kann der Weg nicht begangen werden.

Die Stütz- und Umfassungsmauern werden regelmäßig überprüft. An der markant mit Säulenstümpfen geschmückten Mauer in unmittelbarer Nachbarschaft des Horentempels hatte sich der Zustand zuletzt stark verschlechtert. Die Verkehrssicherheit auf dem unmittelbar unterhalb verlaufenden Weg, gern benutzt vor allem als Verbindungsweg während der Schließzeiten der Gartentore, ist damit nicht mehr zu garantieren. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten ist bestrebt, bis zu einer grundlegenden Sanierung des Mauerabschnitts zügig eine Notsicherung durchzuführen.

Abbildung: Sanierungsbedürftige Stützmauer am Horentempel von Schloss Heidecksburg, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Franz Nagel

Im Terrassengarten von Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden sollen Gäste künftig digital in die Geschichte eintauchen können. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) und das Museum Schloss Wilhelmsburg planen gemeinsam einen spielerischen Rundgang mit Augmented-Reality-Elementen. Möglich wird dies dank einer Förderung durch die Kulturstiftung der Länder im Rahmen des Programms „Kultur.Gemeinschaften – Kompetenzen, Köpfe, Kooperationen“.

Die Antragssumme auf das Förderprojekt beläuft sich auf rund 75.000 Euro. Damit soll ein aufwendig aufbereitetes digitales Rätselspiel zur Geschichte und den Besonderheiten des Terrassengartens entstehen. Der Rätselerfolg wird dann mit einem virtuellen Blick in die Vergangenheit belohnt, als im Terrassengarten noch eine Wasserkunst plätscherte.

„Ich freue mich sehr, dass wir den spannenden und in Thüringen einmaligen Renaissancegarten bald sehr anschaulich in seiner  Komplexität präsentieren und erklären können. Mit dem Museum Schloss Wilhelmsburg haben wir einen Partner, der in Sachen Vermittlung experimentierfreudig und offen für Neues ist“, sagt Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Museumsdirektor Dr. Kai Lehmann blickt auf das Projekt voraus: „Im Museum schlagen wir immer wieder unkonventionelle Wege ein, die Bildung und Spielerisches verbinden. Das können wir nun gemeinsam mit der STSG auch im Außenbereich umsetzen.“

Das Förderprogramm „KULTUR.GEMEINSCHAFTEN: Kompetenzen, Köpfe, Kooperationen“ hat ein Volumen von knapp sieben Millionen Euro, mit denen Bund und Länder 166 Kultureinrichtungen und kulturelle Träger beim Aufbau eines digital gestützten Austauschs mit ihrem Publikum fördern. Beworben hatten sich 266 Einrichtungen. Das Programm wird vom Bund aus dem Zukunftspaket NEUSTART KULTUR und der Ländergemeinschaft finanziert. Verwaltung und Umsetzung des Programms sind bei der Kulturstiftung der Länder angesiedelt.

Abbildung: Terrassengarten von Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden, Foto: Schatzkammer Thüringen, Marcus Glahn

 

Das Kamelienhaus in der Herzoglichen Orangerie Gotha steht kurz vor seiner Fertigstellung. Für das Projekt hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten vor Weihnachten noch einmal rund 18.000 Euro Spenden vom Förderverein Orangerie-Freunde Gotha e.V. erhalten. Die Spenden belaufen sich damit auf insgesamt 177.000 Euro. Damit fehlen nur noch etwa 15.000 Euro bis zum Ziel der vollständigen Finanzierung aus Spendenmitteln. Im März soll das Haus eröffnet werden.

Rund 175.000 Euro wurden bisher investiert. Hinzu kommen Eigenleistungen der Orangerie-Freunde und der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten sowie gespendete Arbeitsleistungen von Firmen und Planern. Bereits umgesetzt werden konnten damit der Rohbau, die Gewächshausverglasung, die Türen, die Bewässerungsanlage und die Haustechnik. Sogar die speziell zusammengesetzte Kamelienerde ist schon angeliefert. Jetzt stehen noch Arbeiten wie eine Giebelabdeckung aus Blech und die Anlage der Pflanzbeete aus.

„Ein herausragendes Beispiel bürgerschaftlichen Engagements rückt damit in greifbare Nähe. Ich bin tief beeindruckt, mit welcher Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit die Orangerie-Freunde und viele andere Engagierte das Projekt begleiten“, kommentiert Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, das Vorhaben. „Man merkt allen Beteiligten an, dass die Kamelien in der Orangerie für die Gothaer wirklich eine Herzensangelegenheit sind.“

Eindrucksvolle Unterstützung gibt es auch für die Erneuerung der Kamelienbestände. Im vergangenen Jahr waren fast alle Pflanzen einem Virus zum Opfer gefallen. Nun stellen mehrere Partnereinrichtungen, darunter der Botanische Garten in Berlin-Dahlem, Schloss Zuschendorf bei Pirna, Schloss Homburg in Bad Homburg vor der Höhe und eine sächsische Kameliengärtnerei historische Sorten zur Verfügung. Die Eröffnung nach dem Einzug der neuen Pflanzen planen die Orangerie-Freunde Gotha und die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten für März 2022.

Abbildung: Innenraum des Kamelienhauses beim Einbringen der speziellen Pflanzerde, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Jens Scheffler

Auf Schloss Schwarzburg war die dritte Audiowalk-Saison ein Erfolg. In der coronabedingt auf knapp drei Monate verkürzten Saison nutzten 2021 über 500 Interessierte die Gelegenheit zu einem Hörspaziergang über die Schlossanlage mit anschließendem Besuch des „Denkorts der Demokratie“ im teilsanierten Hauptgebäude.

Seit Juli sind im Schloss-Hauptgebäude mit dem neu entstandenen Emporensaal und dem Ahnensaal, dem ehemaligen fürstlichen Festsaal, die ersten beiden Räume im Rahmen von Veranstaltungen und mit dem Audiowalk wieder zugänglich. Bereits 2019 und 2020 konnten Besucherinnen und Besucher mit dem Audiowalk die laufenden Bauarbeiten im Hauptgebäude mitverfolgen. Aufgrund des großen Erfolgs soll der Audiowalk auch im Sommer 2022 wieder angeboten werden. Die Begleitung übernehmen Mitglieder des Fördervereins Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie e.V.

Schloss Schwarzburg ist die Stammburg der Grafen und späteren Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. 1940 begannen die Nationalsozialisten mit einem Umbau der Schlossanlage zum Reichsgästehaus und hinterließen das Hauptgebäude zwei Jahre später als Bauruine. 2010 begann die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mit der Sicherung des Gebäudes. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen konnte ein erster Innenbereich für die Nutzung ausgebaut und im Juli 2021 eröffnet werden.

Der Audiowalk „Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie“ entstand als baubegleitendes Vermittlungsprojekt von Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, IBA Thüringen und Förderverein Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie e. V., gefördert durch das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus. Buchungen und Besucherbetreuung werden vom Thüringer Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt unterstützt, das auf Schloss Schwarzburg das Zeughaus und den Kaisersaal als Dependance betreibt.

Abbildung: Schloss Schwarzburg, Emporensaal, Foto: IBA Thüringen, Thomas Müller

An der Burgruine Brandenburg in Lauchröden sind in den vergangenen Wochen Sicherungsmaßnahmen durchgeführt worden. Im Mittelpunkt standen zwei stark geschädigte Bereiche der Westburg. Rund 60.000 Euro hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten dafür investiert. Im nächsten Jahr sind weitere Arbeiten vorgesehen.

Bearbeitet wurden der Torturm und der äußere Sporn der Westburg. Am Torturm musste der Bogen gesichert werden. Um seine markante, allerdings statisch problematische asymmetrische Form zu erhalten, wurden die Steine der äußeren Mauerschale vernadelt und das umliegende Mauerwerk stabilisiert. Beim äußeren Sporn der Burg handelt es sich um einen Mauerrest, der die Dimensionen der früheren Anlage erlebbar macht. Hier wurden vor allem die Mauerkrone und die äußere Mauerschale gesichert, um weitere Verluste zu verhindern.

Die Burgruine Brandenburg über der Werra umfasst die Reste einer der größten großen hochmittelalterlichen Doppelburganlagen in Mittel-deutschland mit Ost- und Westburg. Weithin sichtbar über dem Werratal sind die beiden Bergfriede, darüber hinaus haben sich Reste der Ringmauern, einer Zisterne, eines Palas und eines Wohnturms erhalten.

Abbildung: Burgruine Brandenburg, Torturm der Westburg mit gesichertem Torbogen, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Philipp Brand

 

Termin und Highlights für die Dornburger Schlössernacht 2022 stehen fest. Für den 20. August 2022 plant die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten wieder die gefragte Veranstaltung auf den Dornburger Schlössern bei Jena. Pünktlich zur Vorweihnachtszeit startet nun der Vorverkauf.

Nach coronabedingter Pause soll im nächsten Jahr  der Sommerabend mit vielfältigem Programm auf dem „Balkon Thüringens“ wieder stattfinden – voller musikalischer und artistischer Darbietungen in den Schlossgärten und den drei Schlössern. Zu den musikalischen Höhepunkten des Abends zählen die Octavians und die deutsch-argentinische Band Tango Misterio. Besondere Hingucker sind die Stel-zenkünstler von Art Tremondo mit ihren phantastischen Kostümen. Eine Schwarzlichtshow und ein Feuerzauber spielen im nächtlichen Schlosspark mit der Anziehung von Licht in verschiedenen Formen – ebenso natürlich auch das Höhenfeuerwerk aus dem Saaletal zum Abschluss der Schlössernacht. Zuvor funkelt der Schlosspark im Schein von vielen hundert Laternen und lädt zum Flanieren von einem zum anderen musikalischen Erlebnis ein: iranische Musik oder Klezmerklänge, Swing aus New Orleans, Tuba-Duo oder Renaissancemusik. Gastronomische Angebote aus der Region und Thüringer Weine versprechen sommerlichen Genuss. Weitere Informationen zum Programm unter www.schloessernacht-dornburg.de.

Tickets in den Vorverkaufsstellen des Ticketshop Thüringen sowie unter www.ticketshop-thueringen.de
Preis 35 Euro, ermäßigt 30 Euro

Es werden die ggf. zum Zeitpunkt der Veranstaltung gültigen Infektionsschutzregeln angewandt (ggf. Zutritt nur nach 2G- oder 2G+-Regel).

Abbildung: Octavians – eines der Highlights der Dornburger Schlössernacht 2022, Foto: Octavians

 

Im Schlosspark Wilhelmsthal bei Eisenach kommt es derzeit zu Ergänzungsarbeiten am Staudamm des Parksees. Bereits vor einigen Wochen wurde dafür vorübergehend das Wasser abgelassen. Nun wird im Auslaufbereich des Grundablasses eine Drainage eingebaut. Dadurch soll Sickerwasser abgeleitet werden. Zudem wird am Seeboden Pflanzenbewuchs entfernt. Die Arbeiten in Abstimmung mit den Wasserbehörden sollen voraussichtlich zwei Wochen dauern. Sobald die Witterung es zulässt, wird der See anschließend wieder mit dem Wasser der Elte angestaut.

Der Wilhelmsthaler Parksee ist nicht nur ein wirkungsvolles gestalterisches Element innerhalb des historischen Landschaftsparks um die ehemalige Sommerresidenz der Herzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach, er fungiert auch als Talsperre. Damit sind besondere Anforderungen an Sicherheit und Pflege verbunden. Anfang 2021 war nach einer mehrjährigen Sanierung des Staudamms der See wieder befüllt worden. Aus der Langzeitbeobachtung hatte sich die Notwendigkeit zur Ergänzung einer Drainage ergeben.

Abbildung: Wilhelmsthaler See ohne Wasser, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Andrea Walter