Der Schlosspark Sondershausen hat einen Parkverwalter. Der Landschaftsarchitekt Henry Märtens soll als Mitarbeiter der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) vor Ort ein eigenes Parkpflegeteam aufbauen. Bislang wird die Parkpflege durch die Stadt Sondershausen geleistet, die STSG kommt für die Kosten auf und hat die fachliche Federführung. Diese Zusammenarbeit soll fortgeführt werden, bis das Parkpflegeteam aufgebaut ist.

Henry Märtens bringt vielfältige Kompetenzen und Erfahrungen mit in seine neue Funktion. Als gelernter Maurer ließ er sich später zum Ingenieur im Garten- und Landschaftsbau ausbilden und studierte schließlich Landschaftsarchitektur und Landschaftspflege mit Abschluss als Diplom-Ingenieur. In diesem Bereich war er als Bauleiter tätig, bevor er als Fachpädagoge und Ausbilder in verschiedenen Bildungseinrichtungen die Nachwuchsförderung im Garten- und Landschafsbau unterstützte. Der Bereich der integrativen Ausbildung von Menschen mit Beeinträchtigungen nahm dabei einen immer größer werdenden Teil ein. Auch engagierte er sich im Auftrag der Landwirtschaftskammer bei der Ausgestaltung und Durchführung der Fachprüfungen im Raum Nordthüringen.

Mit Schloss und Park ist Märtens seit langem verbunden: „Der Therapiegarten meines vormaligen Arbeitgebers, der Novalis Diakonie, liegt in einem verpachteten Bereich des Gartendenkmals. Aber schon als 14jähriger habe ich bei Arbeitseinsätzen am Schloss geholfen.“ Die Vernachlässigung der Anlage in den späten DDR-Jahren dauerte ihn bereits als Jugendlichen.

Zu den wichtigsten Aufgaben für Märtens gehört nun der Aufbau eines STSG-Regiebetriebs für die Parkpflege nach gartendenkmalpflegerischen Standards. „Die kontinuierliche Pflege von Gehölzen, Rasenflächen und Wegen ist das A und O für den Erhalt von Gartendenkmalen“, erklärt Dietger Hagner, Gartenreferent der STSG mit Sitz in Rudolstadt. „Wir freuen uns sehr, dass wir das nun perspektivisch wie in unseren anderen Parks und Gärten mit einem eigenen Team umsetzen können. Zugleich sind wir der Stadt Sondershausen sehr dankbar für die fast 30 Jahre lange zuverlässige Zusammenarbeit.“

„Neben der täglichen Pflege ist die Gestaltung des späten 19. Jahrhunderts die Richtschnur, da wollen wir wieder hin“, schaut Märtens in die Zukunft. Reizvoll am neuen Job findet er beispielsweise die Strategie der genetischen Gehölzreproduktion, die angesichts des Klimawandels an Bedeutung gewinnt: „Aus den Altbäumen vor deren Absterben vorausschauend Setzlinge zu gewinnen, die schon an den Standort gewöhnt sind, ist eine überzeugende Strategie. Auf diese anspruchsvolle Aufgabe freue ich mich besonders.“ Auch die Vermittlung liegt Märtens am Herzen: „Das beste Mittel gegen Vandalismus und nachlässigen Umgang ist Wertschätzung, und die entsteht durch das Kennenlernen des Parks und der Pflegeaufgaben.“ Konkret denkt der Parkverwalter dabei an Angebote für Schulklassen.

Abbildung: Parkverwalter Henry Märtens (li.) und Gartenreferent Dietger Hagner, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Manuel Mucha

Im Kirms-Krackow-Haus in Weimar startet die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten am Karfreitag die Museumssaison. Bis Ende Oktober ist das Haus wieder geöffnet. Zu sehen sind die historischen Wohnräume der Familie Kirms und die Sonderausstellung „Smoke. Gesellschaft im Blauen Dunst“. Zahlreiche Veranstaltungen locken bis zum Herbst in das Kleinod mitten in der Innenstadt.

Gleich am Ostersamstag gibt es von 10 bis 16 Uhr einen kleinen Aurikel- und Frühlingsmarkt in Hof und Garten. Aurikelliebhaberin Andrea Petzold erläutert ihre Züchtungen und bietet sie zum Kauf an. Neben weiteren Marktständen gibt es frühlingshafte Kulinarik im Café Lieblingsgarten. Um 11 und 14 Uhr können Gäste an der Kostümführung „Biedermeier, Blütenzauber und Blumisten“ teilnehmen. Um 16 und 19.30 Uhr lädt das Weimarer Kabarett zu Sondervorstellungen des neuen Programms „Bauhaus sucht Frau“ im Dachgeschoss des Hinterhauses.

Während der ganzen Saison gibt es freitags 16 Uhr und samstags 11 Uhr öffentliche Führungen durch Haus, Hof und Garten mit Einblicken in die Geschichte des Hauses und die Biografien seiner Bewohner. Buchung über das Café Lieblingsgarten unter 03643/2176310 oder die Tourist-Information Weimar.

Öffnungszeiten Museum Kirms-Krackow-Haus
29. März bis 31. Oktober 2024
Fr 14-17 Uhr, Sa/So/Feiertage 11-17 Uhr
Garten ganzjährig täglich von 9 Uhr bis Sonnenuntergang

Abbildung: Kirms-Krackow-Haus Weimar, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Constantin Beyer

Ab Gründonnerstag ist in Erfurt die Klosterkirche St. Peter und Paul mit der Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“ wieder geöffnet. Mit der erfolgreichen Schau, die Klostergeschichte und Thüringer Gartenkunst verbindet, geht die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bereits in die vierte Saison. Tickets und Führungsbuchungen gibt es im Besucherzentrum im Kommandantenhaus.

Die Ausstellung bietet stellt in Bild und Ton herausragende Thüringer Gartendenkmale aus unterschiedlichen Epochen vor und macht Lust, die Anlagen zu besuchen. Den Rahmen bietet der imposante Innenraum der einst größten Klosterkirche in Thüringen. Dies greift die Ausstellung auf und macht die engen Bezüge zwischen Klosterleben, Theologie und Gartenkunst in Mittelalter und Früher Neuzeit sinnlich erfahrbar. Aufgrund des anhaltend großen Interesses wird die zur BUGA 2021 eingerichtete Ausstellung nun bereits zum dritten Mal verlängert.

Paradiesgärten – Gartenparadiese
Erfurt, Klosterkirche St. Peter und Paul
28.3. bis 3.11.2023
Di-So 10 bis 18 Uhr
Tickets im Besucherzentrum am Kommandantenhaus
Erwachsene 8,00 Euro, ermäßigt 4,00 Euro, Feierabendticket ab 17 Uhr 4,00 Euro, Kombiticket Peterskirche und Kommandantenhaus 12,00 Euro

Buchung von Gästeführungen (60,00 Euro zzgl. Eintritt) über Erfurt Tourismus und Marketing GmbH (0361/6640120, citytour@erfurt-tourismus.de oder direkt im Kommandantenhaus schräg gegenüber)

Abbildung: Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“ in der Erfurter Peterskirche, Foto: STSG, Philipp Hort

Auf der Wasserburg Kapellendorf muss die Kemenate mit den musealen Ausstellungsbereichen ab dieser Saison geschlossen bleiben. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) hat größeren baulichen Handlungsbedarf festgestellt, unter anderem an technischen Installationen und am Dach. Zudem werden im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms I der STSG Sanierungsarbeiten am unmittelbar angrenzenden Prinzessinnenbau vorbereitet.

Das Freigelände der Burganlage einschließlich der Kernburg mit Burgküche ist nach wie vor für Gäste geöffnet. Veranstaltungen, Führungen und Märkte finden statt, zudem gibt es neue Freizeitangebote der STSG, die sich vor allem an Familien richten. Zu ausgewählten Terminen – beginnend am Osterwochenende mit dem MDR-Osterspaziergang – sind Vereine mit Angeboten im Gelände präsent. In den nächsten Monaten ist eine Aufwertung des Freigeländes mit Informationen zur Burggeschichte und zu den Sanierungsmaßnahmen geplant.

www.wasserburgkapellendorf.de

Abbildung:
Wasserburg Kapellendorf, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Philipp Hort

Auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt wird die Sanierung der Säulensäle im Erdgeschoss des Südflügels im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms I (SIP I) der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten vorbeireitet. Ein Planerteam bestehend aus Experten unterschiedlicher Disziplinen darunter Architekten, Restauratoren, Bauforscher, Statiker und Haustechnikplaner erarbeiten derzeit die Vorplanung für das Sanierungsprojekt. Die Vorplanung gehört zu den ersten von insgesamt sieben Planungsschritten für die Sanierung, bevor das Bauen beginnen kann. Erste Bauarbeiten in den Sälen sind ab Ende 2025 vorgesehen.

Derzeit werden die Säle umfangreich untersucht. Dazu gehören Sondierungen – kleine Bauteilöffnungen, die den Experten den Blick unter Parkett und Wandvertäfelungen oder in den Aufbau von Gewölben und Stützen ermöglichen. So erhält das Planungsteam weitere wichtige Erkenntnisse zu versteckten Schäden und zur Stabilität von konstruktiven Verbindungen.

Auch Details aus der Baugeschichte fördern die Untersuchungen zutage. Bis zum Bau des Marstalls waren im Erdgeschoss des Südflügels die fürstlichen Pferde untergebracht. Nach dem Umzug der Tiere in den Marstall wurden die Säulensäle am Anfang des 19. Jahrhunderts zu Festräumen umgebaut und neu ausgestattet. Die Stützen in den Sälen erinnern noch an die ehemalige Nutzung als Pferdestall. Nach der Sanierung der Säle ist die Nutzung durch das Thüringer Staatsarchiv Rudolstadt vorgesehen.

Das Sonderinvestitionsprogramm I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hat ein Volumen von insgesamt 200 Millionen Euro, mit dem insgesamt 23 Sanierungsprojekte an Kulturdenkmalen in ganz Thüringen umgesetzt werden. Finanziert wird das Programm jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land Thüringen. Auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt werden im Rahmen des Programms drei Einzelprojekte mit einem Gesamtvolumen von 21,7 Millionen Euro umgesetzt.

Abbildung: Planungsberatung in den Säulensälen, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Anke Pennekamp

Für die Regenerierung der Gewässer im Schlosspark Molsdorf gibt es konkrete Aussichten. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) wird den Teich am Schloss, den Kanal und den Parkteich am Südende des Parks in mehreren Schritten entschlammen. Die ersten Maßnahmen im Schlossnahen Bereich sind für 2025 geplant.

Für die Entschlammung müssen Teiche und Kanal jeweils für einige Zeit trockengelegt werden, damit das angelagerte Material ausgebaggert und abtransportiert werden kann. In diesem Zusammenhang soll auch der zum Teil sehr starke Bewuchs etwas reduziert und die Ufer saniert werden. Insgesamt wird die STSG dabei sehr behutsam und in Abstimmung mit den Umweltbehörden vorgehen, da die Gewässer neben ihrer Bedeutung im Gartendenkmal auch wertvolle Lebensräume sind.

Die Gewässer sollen weiter über den Thöreyer Bach gespeist werden. Zunächst hatte eine Entkopplung von dem historischen Zufluss im Raum gestanden. Grund war die Annahme, dass der Bach Schadstoffe von der nahen Autobahn und organisches Material in die Parkteiche spüle. Untersuchungen der Wasserqualität haben aber nun ergeben, dass der Bach auch künftig ein geeigneter Wasserlieferant ist. Die Ablagerungen stammen größtenteils aus dem Park selbst, beispielsweise vom Laub der Bäume. Damit kann auf den zwischenzeitlich angestrebten Bau eines parkeigenen Brunnens verzichtet werden.

Die prägenden Gewässer im Schlosspark Molsdorf haben ihre Ursprünge in einer Wasserburg des 16. Jahrhunderts. Mit deren Umbau zum Schloss durch Gustav Adolph Graf von Gotter war die Anlage eines großen Barockgartens verbunden, umgeben von Kanälen und mit integrierten Wasserspielen. Mit der Umgestaltung des Gartens zum Landschaftspark um 1800 blieb nur der westliche Kanal erhalten. Er verbindet den Teich am Schloss und den neu angelegten sichelförmigen Teich im Süden.

Abbildung: Schlosspark Molsdorf, Foto: Schatzkammer Thüringen, Marcus Glahn

Auf Schloss Friedenstein in Gotha ist das Ekhof-Theater vorübergehend geschlossen. Im Rahmen der sanierungsvorbereitenden Arbeiten im Westturm muss die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten Sicherungsarbeiten über den Decken von Zuschauerraum und Bühne durchführen. Währenddessen ist eine Sperrung des Theaters zur Sicherheit der Besucher unvermeidlich. Bis zum Beginn des Ekhof-Festivals soll das Theater wieder nutzbar sein.

Derzeit führt die STSG im Westflügel und im Westturm Rückbau- und Sicherungsarbeiten durch. Jüngere Einbauten werden entfernt, historische Ausstattungen restauratorisch demontiert und für den Wiedereinbau eingelagert. Auch historische Bodenbeläge werden dabei entnommen. Die Arbeiten dienen der detaillierten Untersuchung der vielerorts stark geschwächten und schadhaften Baukonstruktion, die im Rahmen der 110-Millionen-Euro-Förderung durch Bund und Land saniert wird. Immer wieder sind in diesem Zusammenhang auch überbrückende Direktmaßnahmen notwendig.

Ganz unsichtbar bleibt das Theater während der Sicherungsarbeiten nicht. Durch geöffnete Türen können die Museumsbesucher in den eindrucksvollen Zuschauerraum und auf die barocke Bühne schauen. Auch die Ausstellung „Hinter den Kulissen – Ekhof-Theater neu erleben“ der Friedenstein-Stiftung Gotha ist im Westturm zu sehen.

 

Abbildung: Vorübergehend gesperrt: das Ekhof-Theater auf Schloss Friedenstein, Foto: STSG, Constantin Beyer

 

Ein sicheres Anzeichen des Vorfrühlings in Gotha – in der Herzoglichen Orangerie beginnen die Kamelien zu blühen. Während der Hauptblüte-zeit von Anfang März bis Ende April bieten der Förderverein Orangerie-Freunde e.V. und die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten gemein-sam Führungen an. Die Gäste erfahren von Parkverwalter Jens Scheffler dabei viel Interessantes zur Geschichte dieser ausgefallenen Pflanzen. Im Anschluss gibt es eine Tasse grünen Tee und selbst gebackenen Ku-chen.

Schauplatz der Führungen ist das 2022 eingeweihte, komplett aus Spenden finanzierte Kamelienhaus. Es ermöglicht die Kamelienhaltung unter optimalen Bedingungen. Rund hundert Kamelien fanden hier seitdem wieder ein Zuhause. Die Kamelienkultur in der Herzoglichen Orangerie Gotha knüpft an eine lange Tradition an. Am Gothaer Her-zogshof hatte man eine besondere Vorliebe für die ostasiatischen Kost-barkeiten. Die Pflanzenhäuser der Herzoglichen Orangerie beherberg-ten im 19. Jahrhundert eine Sammlung von über 640 Kamelien. Für die Kultivierung der exotischen Pflanzen, die zur Familie der Teestrauch-gewächse gehören, wurden unter anderem ein Treibhaus hinter dem Lorbeerhaus sowie ein spezielles Gewächshaus am nördlichen Treib-haus genutzt.

Die eigentliche Heimat der Kamelien ist Ostasien. Bereits lange bevor die Pflanzen im 18. Jahrhundert nach Europa kamen, wurden sie in chinesischen und japanischen Ziergärten kultiviert.

Kamelienführungen in der Herzoglichen Orangerie Gotha ab 3. März. Teilnahme nur mit Voranmeldung möglich. Termine und Anmeldein-formationen unter www.orangerie-gotha.de

Abbildung: Kamelienblüte in der Herzoglichen Orangerie Gotha, Foto: STSG, Jens Scheffler

Auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt wurden die Klangschalen in der Laterne des Schlossturms wieder eingebaut. Ende letzten Jahres hatte die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten die beiden Bronzeschalen, die zur historischen Turmuhr gehören, ausbauen lassen. Die Aufhängungen der Klangschalen waren stark verrostet und es mussten Reparaturen an den Holzjochen in der Laterne durchgeführt werden. Nach der Rückkehr der Klangschalen wurde auch die Turmuhr wieder in Gang gesetzt. Die Turmuhr ist jetzt wieder im Takt und aus der Laterne erklingt in luftiger Höhe wieder der Uhrschlag.

Abbildung:
Mitarbeiter der Firma Turmuhren und Glocken Steffen Willing aus Gräfenhain beim Wiedereinbau der Klangschalen in der Laterne des Schlossturms von Schloss Heidecksburg in Rudolstadt, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Carolin Schart

Ein Gerüstturm an der Südfassade kündet davon – im Oberschloss Kranichfeld wird gebaut. Für die neue Dauerausstellung muss die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) Installationen erneuern und die Begehbarkeit für Gäste verbessern. Rund 350.000 Euro investiert die STSG allein in die Bauarbeiten. Im Frühjahr 2025 soll das Oberschloss mit neuer Dauerausstellung wieder öffnen.

An mehreren Stellen in der Kernburg werden in den nächsten Monaten Treppen instandgesetzt, Stolperstellen beseitigt und Geländer montiert. Außerdem werden die veralteten Elektroanlagen modernisiert und die Ausstellungsräume so ausgerüstet, dass später die Ausstellungsbauer an passender Stelle Strom für Licht und Medienstationen zur Verfügung haben. Auch der Brandschutz wird verbessert. Für den Ernstfall werden mithilfe zusätzlich montierter Abschottungen die Fluchtwege gesichert. Alle notwendigen Einbauten kommen ohne Eingriffe in die historische Substanz aus. Instandgesetzt wird auch die Brücke zur Kernburg.

Parallel zu den Bauarbeiten arbeitet die STSG an der neuen Dauerausstellung, die im Rahmen des Programms SchlösserWelt Digital&Original der STSG entsteht und durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien gefördert wird. Texttafeln mit ausgewählten Bildern und Exponaten sowie Hörstationen werden die Gäste ab 2025 durch die Geschichte des Oberschlosses führen. Schwerpunkte sind die Baugeschichte in Mittelalter und Renaissance, aber auch das 20. Jahrhundert mit so unterschiedlichen Aspekten wie der Nutzung als Außenlager des KZ Buchenwald und der Rettung der Anlage durch Ehrenamtliche in den späten DDR-Jahren.

Mit den Arbeiten sind Einschränkungen verbunden. Die Kernburg bleibt 2024 als Baustelle geschlossen, auch bei den Veranstaltungen im unmittelbaren Umfeld gibt es Abstriche. Das Burgfest des Förderkreis Oberschloß Kranichfeld e.V. kann in diesem Jahr nicht stattfinden, die Schlossweihnacht im Advent ist dann aber wieder möglich. Vorburg und Burggraben bleiben auch in diesem Jahr zur Besichtigung offen.

Abbildung:
Gerüst am Oberschloss Kranichfeld, Foto: STSG, Carolin Schart