Am 2. September um 18 Uhr gibt Architektin Carola Niklas, Baureferentin bei der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Einblicke in die Baumaßnahmen der vergangenen Jahre im Schloss-Hauptgebäude von Schloss Schwarzburg. Das in den 1940er Jahren schwer beschädigte Gebäude wurde 2019 und 2020 als Schaubaustelle präsentiert, seit Juli 2021 sind dort erste Innenräume im Rahmen von Veranstaltungen zugänglich.

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Schloss Schwarzburg – Denkort der deutschen Geschichte“ und findet im Emporensaal im Schloss-Hauptgebäude statt.

Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung über die Museumskasse im Torhaus ist erforderlich (T:  036730 – 39 96 30). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Kontaktdaten werden erfasst. Der Zugang erfolgt über das nördliche Treppenhaus.

Donnerstag, 2. September 2021, 18 Uhr, Schwarzburg, Schloss-Hauptgebäude

https://event.thueringerschloesser.de/schloss-schwarzburg-denkort-der-demokratie/veranstaltungen/

 

Abbildung: Schloss Schwarzburg, Emporensaal während der Bauarbei-ten, Foto: IBA Thüringen, Thomas Müller

Nach einigen Wochen Sommerpause setzt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten am 26. August um 18 Uhr ihre Vortragsreihe in der Erfurter Peterskirche fort. Gemeinsam mit dem Verein Freunde der Citadelle Petersberg e.V. hat sie den emeritierten Jenaer Historiker und ausgewiesene Mittelalter-Experte Prof. Dr. Matthias Werner eingeladen. Er spricht über das Thema „Der Petersberg in Erfurt – 750 Jahre Stätte klösterlichen Lebens“.

Der Vortrag geht ein auf die Rolle des Petersbergs als wahrscheinlichem Standort der Erfurter Königspfalz im 8. bis 10. Jahrhundert, behandelt die Gründung des Benediktinerklosters St. Peter und Paul 1060 und schildert seine erste Blütezeit als Zentrum der Schriftkultur, Buchmalerei und Baukunst. Schlaglichter auf die mittelalterlichen Mönchsreformen und die Entwicklung bis ins 19. Jahrhundert zeigen die sich wandelnde Rolle des Klosters innerhalb der Stadtgesellschaft und beleuchten schließlich die Auflösung eines der bedeutendsten Klöster Mitteldeutschlands.

Die Peterskirche liegt im BUGA-Areal des Petersbergs. Für den Zugang wird deshalb ein gültiges BUGA-Ticket benötigt. Kontaktdaten werden erfasst. Die Teilnehmerzahl ist auf 60 Personen begrenzt. Der Zugang erfolgt an der Nordseite, gegenüber der Defensionskaserne.

Die Vortragsreihe ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“, einem Beitrag der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zur BUGA Erfurt 2021.
www.thueringerschloesser.de/museum-paradiesgaerten/

Prof. em. Dr. Matthias Werner
„Der Petersberg in Erfurt – 750 Jahre Stätte klösterlichen Lebens“
Donnerstag, 26. August 2021, 18 Uhr, Erfurt, Peterskirche

Abbildung: Wandmalerei in der Klosterkirche St. Peter und Paul, Foto: Foto Marburg, Uwe Gaasch

Die Wiederherstellung der Greifenbank im Schlosspark Altenstein in Bad Liebenstein hat sich die Stiftung Bürger für Thüringer Schlösser und Burgen (Bürgerstiftung) auf die Fahnen geschrieben und dafür im vergangenen Jahr in Kooperation mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten als Eigentümerin der Anlage eine Spendenaktion gestartet. Rund 95.000 Euro werden dafür einer Kostenschätzung zufolge benötigt.

Mit der Sparkassenstiftung der Wartburg-Region hat die Bürgerstiftung vereinbart, dass ab einer Spendensumme von 10.000 Euro jeder Euro verdoppelt wird. Bisher beläuft sich der Spendenstand auf etwa 8.000 Euro. Für den 10. September 2021 plant die Bürgerstiftung eine Benefiz-Soiree auf dem Altenstein. Die Einnahmen aus dieser Veranstaltung sollen ebenfalls dem Projekt zufließen. Rund 34.000 Euro Spenden hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten darüber hinaus bereits direkt erhalten – zum größten Teil vom Förderverein Altenstein-Glücksbrunn e.V., der sich seit Jahrzehnten für Schloss und Park Altenstein engagiert und bereits zahlreiche Projekte ermöglicht hat.

2020 war als Planungsgrundlage ein Modell der Greifenbank aus Styropor und Gips erarbeitet worden. Aufgrund der starken Verwitterung des Originals musste sich der beauftragte Bildhauer in Detektivarbeit anhand historischer Fotos und Vergleichsbeispiele an die Details heranarbeiten. Danach konnten die Kosten geschätzt werden. Derzeit erstellt ein Fachplaner das Leistungsverzeichnis, anhand dessen die Arbeiten ausgeschrieben werden sollen. Die Schätzung von 95.000 Euro steht unter dem Vorbehalt der aktuell schwer kalkulierbaren Baupreisentwicklungen.

Die Greifenbank gehört zum Ensemble des Blumenkorbfelsens, einer der reizvollen Szenerien im Schlosspark Altenstein, die geschickt natürliche Besonderheiten und künstlerische Ideen miteinander verbinden. In diesem Fall erhielt eine spitz aufragende Felsnadel kurz nach 1800 einen Blumenkorb aus Sandstein als Bekrönung, in einer Grotte am Fuß des Felsens kam eine Rundbank zur Aufstellung. Das Ensemble diente als Erinnerungsort für Herzogin Charlotte Amalie von Sachsen-Meiningen, deren Büste ihr Sohn Georg I. hinter der Bank aufstellen ließ.

Das Sandsteinmaterial litt im Lauf der letzten 200 Jahre stark unter der Witterung. Zerstörungen kamen hinzu. Der Blumenkorb konnte bereits 2013 dank der Unterstützung durch den Förderverein wiederhergestellt werden. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit der Bürgerstiftung und des Fördervereins gemeinsam mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten auf die Greifenbank.

 

 

Spendenkonto der Stiftung „Bürger für Thüringer Schlösser und Burgen“

IBAN: DE56 8305 0303 0011 0206 01

BIC: HELADEF 1SAR

Stichwort: „Greifenbank Altenstein“

Auf Wunsch steuerlich absetzbare Spendenquittungen für alle Spendenbeträge

 

Online-Spende

https://www.buergerstiftung-schloesser.de/foerderprojekt/wiederherstellung-der-greifenbank-im-schlosspark-altenstein/

 

Stiftung „Bürger für Thüringer Schlösser und Burgen“

Postfach 22 55

99403 Weimar

www.buergerstiftung-schloesser.de

 

 

Abbildung: Reste der historischen Greifenbank im Schlosspark Altenstein, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Pünktlich zum Bezug des neuen Kamelienhauses in der Herzoglichen Orangerie Gotha muss die bekannte Kameliensammlung neu aufgebaut werden. Grund dafür sind umfangreiche Pflanzenverluste infolge eines Virusbefalls. Die neuen Bestände sollen sich vorrangig an historisch nachgewiesenen Sorten aus dem 19. Jahrhundert orientieren.

Seit dem Frühjahr war es im Treibhaus der Orangerie zu umfassenden Ausfällen bei den Kamelien gekommen. Binnen kürzester Zeit vertrockneten die Pflanzen in großer Zahl trotz gewohnt fachkundiger Pflege. Untersuchungen von Pflanzen-proben in Fachlabors ergaben als Ursache ein Virus. Es macht die Kapillaren, in denen Wasser und Nährstoffe von den Wurzeln zu den Blättern transportiert werden, untauglich und führt so trotz gesunder Wurzeln ein schnelles Absterben herbei.

Die Kameliensammlung gehört seit vielen Jahren wieder fest zur Herzoglichen Orangerie Gotha. Die Kamelienführungen in den Wintermonaten erfreuen sich großer Beliebtheit. Zahlreiche Zuwendungen führten dazu, dass der Förderverein „Orangerie-Freunde“ Gotha e.V. den Bau eines neuen Kamelienhauses an der Nordseite des Treibhauses ermöglichen konnte. Es wird vollständig aus Spenden finanziert und mit erheblichen Eigenleistungen unterstützt. Vor der nächsten Kälteperiode soll es bezogen werden.

Die stark dezimierten Kamelienbestände werden in Zusammenarbeit mit den Botanischen Sammlungen in Pirna-Zuschendorf neu aufgebaut. Ein Grundbestand ist bereits reserviert, schrittweise soll dann die Zielmarke von knapp 100 Pflanzen wieder erreicht werden.

Auf dem BUGA21-Podium „Das Erfurter Blaue Sofa“ in der Peterskirche nimmt an diesem Freitag Andreas Schmitges vom Yiddish Summer Weimar Platz. Mit ihm führt Moderatorin Blanka Weber ein Gespräch über die klangvolle jiddische Sprache, weltweite Konzerte und die neue internationale Szene der Jiddischen Musik – von HipHop über Klezmer bis zu osteuropäischen Songs greifen viele junge Bands den Sound der alten aschkenasischen Juden wieder auf.

Ausgangspunkt ist das Faszinosum der jiddischen Sprache, in der man sich zum Beispiel Mazel tov (Glück), wenig Schlamassel (Unglück) und süße Chaloimes (Träume) wünscht. Was reizt  den Musiker, Kulturwissenschaftler und Tanzmeister Schmitges, sich dieser Sprache und der Musik zu widmen? Der Jazz-Gitarrist ist heute Kurator des Yiddish Summer Weimar, den er gemeinsam mit Dr. Alan Bern organisiert. Es ist eines der erfolgreichsten und größten Festivals dieser Art, auch mehrfach auf der BUGA21 in Erfurt zu Gast.

Aufgrund der Corona-Auflagen ist die Teilnehmerzahl auf 60 Personen begrenzt. Kontaktdaten werden erfasst. Für den Zugang zur Peterskirche wird ein gültiges BUGA-Ticket benötigt.

Freitag, 30. Juli 2021, 18 Uhr
Erfurt, Klosterkirche St. Peter und Paul, Eingang Nordseite

Hölzerne Einhausungen statt hoch aufragender Torpfeiler werden für einige Zeit an der Westseite des Sondershäuser Marktplatzes zu sehen sein. Grund dafür ist das marode Pfeilermauerwerk, dessen Wiederherstellung höhere Kosten verursacht als zunächst erwartet.

2021 mussten am Marktplatz von Schloss Sondershausen zwei Torpfeiler der Alten Posthalterei im Anschluss an die große Freitreppe zum Schloss abgebaut werden. Es bestand Einsturzgefahr. Eigentlich sollten die Pfeiler unmittelbar im Anschluss neu aufgemauert werden. Jedoch erwies sich ein großer Teil des Mauerwerks als marode, und es musste mehr abgetragen werden als geplant. Zudem konnte bislang kein Fundament ermittelt werden, das bei einem Wiederaufbau erst geschaffen werden müsste.

Der Wiederaufbau wird aufgrund der Schäden mit voraussichtlich rund 70.000 Euro erheblich teurer und muss längerfristig eingeplant werden. Bis dahin werden die verbliebenen Pfeilerstümpfe nun vorübergehend dezent eingehaust, das Natursteinmaterial wird bis zu seiner Wiederverwendung eingelagert.

An der Burg Ranis hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten ein Stück Ringmauer oberhalb der Ilsenhöhle notgesichert. Die diffizilen Arbeiten in luftiger Höhe wurden von Kletterern ausgeführt. Nach etwa drei Wochen ist das gefährdete Mauerstück nun wieder stabil.

Der schwer zugängliche Mauerabschnitt unmittelbar südlich des Torhauses hatte sich als absturzgefährdet erwiesen. Fugenmörtel waren ausgewaschen oder boten keinen Halt mehr für die teils großformatigen mittelalterlichen Werksteine. Das unterhalb gelegene Areal und der Eingang zur prähistorisch interessanten Ilsenhöhle mussten deshalb abgesperrt und die dort stattfindenden archäologischen Grabungen unterbrochen werden.

Ein Gerüst konnte im schwierigen Gelände des Burgbergs nicht aufgestellt werden. Deshalb gingen bauerfahrene Kletterer mit ausgeklügelten Seilsicherungen ans Werk, füllten Hohlräume und verbanden Stein für Stein wieder fest mit dem Mauerwerk.

Abbildung: Kletterer der Firma Sossinka sichern ein Stück Ringmauer an der Burg Ranis, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Susanne Wündsch

Am Freitag, dem 23. Juli, um 14 Uhr lädt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zur zweiten Kuratorenführung durch die Ausstellung „Exotische Inspiration. Gesellige Teekultur in Weimar um 1800“ im Kirms-Krackow-Haus. Ausstellungskurator Dr. Jens-Jörg Riederer, Spezialist in Sachen Kulturgeschichte des Tees, erläutert, wie der Tee nach Europa kam, wie er zubereitet wurde und wie er zur Goethezeit als Türöffner zwischen Adel und Bürgertum fungierte. Zum Abschluss gibt es eine Tasse Tee im Gartenpavillon.

Auch die regelmäßigen öffentlichen Führungen durch das Kirms-Krackow-Haus haben begonnen. Freitags um 16 Uhr geht es durch den Garten des Kirms-Krackow-Hauses mit Christian Hill, sonntags um 11 Uhr durch Haus und Garten mit Steffen Meyer. Auch diese Führungen enden mit einem Getränk im Gartenpavillon.

Die Teilnehmerzahl für Führungen im Kirms-Krackow-Haus ist aufgrund der Hygienebestimmungen jeweils auf acht Personen begrenzt. Es werden Kontaktdaten erfasst. Ticketreservierung wird empfohlen (Café La Tarte im Innenhof, Tel. 03643-2176310).

Preis für alle Führungen im Kirms-Krackow-Haus: 7,50 Euro p.P. inkl. Museumseintritt und Getränk zum Abschluss
Treffpunkt: Kirms-Krackow-Haus, Innenhof

Reservierung über Café La Tarte: 03643-2176310

 

„Exotische Inspiration. Gesellige Teekultur in Weimar um 1800“

Kuratorenführung mit Dr. Jens-Jörg Riederer

Freitag, 23. Juli 2021, 14 Uhr

 

www.kirms-krackow-haus.de

Am 25. Juli um 17 Uhr gastiert das ECHO-gekrönte Jazz-Ensemble Slowfox auf den Dornburger Schlössern. Der neuseeländische Altsaxophonist und SWR-Preisträger Hayden Chisholm, der Wien/Austria stammende Wahl-Kölner Philip Zoubek am Piano und der Kontrabassist und mehrfache ECHO-Preisträger Sebastian Gramss spielen ihr Programm „So klingt Thüringen“.

Die in den vergangenen Wochen entstandenen Kompositionen sind inspiriert von verschiedenen Orten und Themen, die Thüringen prägen, darunter die Gartenkunst, die Mystik des Thüringer Walds, die Porzellanherstellung und der Zauber der vielen Theater.

Das Konzert steht im Zusammenhang mit dem am vergangenen Wochenende eröffneten Erlebnisportal am Studienzentrum der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar. Anhand von Themen und Geschichten macht es multimedial neugierig auf Orte in ganz Thüringen. Zu ihnen gehören auch die Dornburger Schlösser. In der zum Portal gehörenden App sind auch die Stücke hinterlegt, die nun in Dornburg live aufgeführt werden.

Das Konzert findet als Freiluftveranstaltung auf dem Teeplatz am Rokokoschloss statt. Der Eintritt ist frei, Kontaktdaten werden erfasst. Die Plätze sind limitiert. Reservierungen sind bis Freitagmittag möglich unter 036427/215130.

Sonntag, 25. Juli 2021, 17 Uhr
Dornburger Schlösser bei Jena, Teeplatz am Rokokoschloss

www.thueringerschloesser.de

Der Förderverein Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie e.V. hat der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten eine Spende in Höhe von 100.000 Euro übergeben. Sie ist für die Wiederherstellung der Turmhaube des Schlossturms bestimmt, die vor gut 40 Jahren abgebrannt war.

Für die Übergabe nutzte der Verein die Eröffnung des Denkorts der Demokratie im Schloss-Hauptgebäude am 15. Juli. Stiftungsdirektorin Dr. Doris Fischer, die mit der Übergabe überrascht wurde, äußerte sich dankbar für die außergewöhnliche Spende. Für die Stiftung ist die Spende für das langjährige Anliegen des Fördervereins zugleich ein Vertrauensbeweis in der bewährten Kooperation. Seit einem Vierteljahrhundert engagiert sich der Verein auf vielfältige Weise für Schloss Schwarzburg und hatte sich beispielsweise für die Wiederherstellung des Zeughauses eingesetzt.

 

Abbildung: Vereinsvorsitzender Michael Baum (li.) und Schatzmeisterin Ina Spitzner (re.) übergeben der überraschten Stiftungsdirektorin Dr. Doris Fischer (Mi.) einen Spendenscheck in Höhe von 100.000 Euro, Foto: IBA Thüringen, Thomas Müller