Reinhard Rach vom Förderverein Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie e. V. gehört zu den diesjährigen Preisträgern der Kulturnadel des Freistaates Thüringen. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende wurde damit gestern neben neun weiteren Personen für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt. Die Verleihung wurde am Dienstag durch Kulturstaatssekretärin Tina Beer vorgenommen.

Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, freut sich über die Würdigung des außerordentlich großen Engagements von Reinhard Rach durch die Verleihung der Thüringer Kulturnadel: „Reinhard Rach ist seit Jahren für uns eine unverzichtbare Stütze in der Vermittlungsarbeit auf Schloss Schwarzburg. Seit 2019 trägt er entscheidend dazu bei, dass das Hauptgebäude erstmals nach Jahrzehnten wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte.“ Rach organisiert und koordiniert neben seinen weiteren ehrenamtlichen Tätigkeiten die zahlreichen Gästeführungen, die an den Wochenenden als Audiowalk angeboten werden und hat dabei immer die Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher im Blick. „Reinhard Rach zählt zu den ehrenamtlich engagierten, die nicht im Rampenlicht stehen und unter Aufopferung erheblicher Freizeit und mit persönlichem Einsatz Angebote und Projekte ermöglichen, die sonst keine Aussicht auf Umsetzung hätten“, so Fischer.

Der Förderverein Schloss Schwarzburg, dessen Vorstand Reinhard Rach angehört, unterstützt seit seiner Gründung 1996 mit Herzblut und erfolgreichen Spendenprojekten den Erhalt von Schloss Schwarzburg und die Arbeit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.

Seit 2019 ist das Hauptgebäude von Schloss Schwarzburg mit einem Audiowalk an den Wochenenden in den Sommermonaten zugänglich. In den 1940er Jahren sollte die barocke Schlossanlage – Stammburg der Grafen von Schwarzburg – unter den Nationalsozialisten zum Reichsgästehaus umgebaut werden. Das Hauptgebäude blieb ca. 70 Jahre eine Bauruine, nachdem die Nationalsozialisten die Baustelle 1942 aufgaben. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Thüringen konnten zwischen 2019 und 2021 die ersten beiden Räume im Hauptgebäude wieder nutzbar gemacht werden. Die Bauarbeiten im Hauptgebäude konnten Besucherinnen und Besucher bereits seit 2019 mit einem Audiowalk an den Wochenenden als Schaubaustelle mitverfolgen. Seit 2021 sind mit dem Audiowalk die beiden Räume – Ahnensaal und Emporensaal – wieder zugänglich.

Abbildung: Reinhard Rach bei der Präsentation des Audiowalks „Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie“ im Hauptgebäude von Schloss Schwarzburg 2019, Foto: IBA Thüringen, Thomas Müller

Die Folgen des Klimawandels machen sich allerorten bemerkbar. Historische Parks und Gärten zeigen die zum Teil rasanten Veränderungen besonders augenfällig. Damit verändern und erweitern sich auch die Aufgaben der Gartendenkmalpflege. Diese Herausforderung nimmt am 23. August Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, in einem Vortrag (Eintritt frei) in der Erfurter Peterskirche in den Blick.

Die Trockenheit verändert nicht nur die ästhetische Wirkung von Parks und Gärten, vor allem Gehölze sind in stellenweise dramatischer Form in ihrer Substanz bedroht. Auch häufiger und heftiger auftretende starke Stürme und Starkregen hinterlassen schwerwiegende Schäden. Gehen jahrhundertalte Bäume verloren, verschwindet damit immer auch ein Stück Gartenkunstwerk. Fischer erläutert die spezifische Problematik des Klimawandels in historischen Garten- und Parkanlagen und die damit verbundenen Herausforderungen. Sie informiert über die von den deutschen Schlösserverwaltungen gemeinsam entwickelten Strategien, mit denen sie gegenzusteuern und mit bewährten und neuen Ansätzen der Nachhaltigkeit für spätere Jahrzehnte vorzusorgen versuchen. Auch die Auswirkungen auf die Tätigkeitsschwerpunkte der Gartendenkmalpfleger werden thematisiert.

Der Vortrag bildet den Abschluss der Vortragsreihe „Paradiesgärten – Gartenparadiese“. Die gleichnamige Ausstellung läuft noch bis zum 31. Oktober.

Vortrag „Klimawandel – eine Herausforderung für die Gartendenkmale“
Dr. Doris Fischer, Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten
Donnerstag, 15. September 2022, 18 Uhr
Erfurt, Klosterkirche St. Peter und Paul, Eintritt frei

Abbildung: Sturmschaden im Schlosspark Molsdorf, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Grit Straßburg

gefördert durch

Historische Gärten sind Hotspots der Artenvielfalt. Durch ihre kontinuierliche Pflege sind wertvolle Biotope entstanden, die heute für den Natur-schutz einen hohen Stellenwert haben. Einblicke in diesen für viele überraschenden Zusammenhang bietet Stefan Wallerius in seinem Vortrag „Artenvielfalt im Gartendenkmal -Vereinbarkeit von Gartendenkmalpflege und Naturschutz in historischen Gärten“ am 8. September um 18 Uhr in der Erfurter Peterskirche.

Wallerius ist Gartenreferent bei der Bayerischen Schlösserverwaltung und stellt in seiner Arbeit fest: „Historische Parks und Gärten sind viel-fach letzte Rückzugsräume für seltene Arten. Damit kommt der Gartendenkmalpflege neben dem Erhalt des Gartenkunstwerks eine herausragende Verantwortung zum Erhalt besonderer Artenzusammensetzungen zu.“ Im Rahmen des Projekts „Artenvielfalt im Gartendenkmal“ haben Wallerius und seine Kolleginnen und Kollegen Synergien herausgearbeitet, wie durch denkmalgerechte Pflegemaßnahmen die seltenen Arten und Biotope in historischen Gartenanlagen gestärkt werden können. Auch in der Arbeit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten spielt dieser Aspekt eine große Rolle.

Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“, die noch bis zum 31. Oktober in der Erfurter Peterskirche zu sehen ist. Der Eintritt zur Vortragsveranstaltung ist frei.

Vortrag „Artenvielfalt im Gartendenkmal –Vereinbarkeit von Gartendenkmalpflege und Naturschutz in historischen Gärten“
Stefan Wallerius, Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
Donnerstag, 8. September 2022, 18 Uhr
Klosterkirche St. Peter und Paul, Erfurt
Eintritt frei

 

Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“

Klosterkirche St. Peter und Paul in Erfurt

bis 31.10.2022

Di-So 10-18 Uhr

Tickets: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Familienticket ab 16 Euro

Feierabendticket ab 17 Uhr: 4 Euro

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogamm:

Museum Paradiesgärten Startseite | Klosterkirche St Peter und Paul

 

Abbildung: Kunstwerk und Schatzkammer der Artenvielfalt – der Schlosspark in Molsdorf, Foto: Schatzkammer Thüringen, Marcus Glahn

 

Weiterer Vortragstermin:

 

15.9.2022

Klimawandel – eine Herausforderung für die Gartendenkmale

Dr. Doris Fischer, Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

 

gefördert durch

Ein Thüringer Gartenstar wird vorgestellt – seit 130 Jahren ist das Teppichbeet im Schlosspark Altenstein eine Berühmtheit über Thüringen hinaus. Angeregt von Beiträgen in Zeitschriften und Journalen, pilgerten Freunde der Gartenkunst bereits um die Jahrhundertwende in den Landschaftspark nahe Bad Liebenstein, um die kunstvolle Pflanzung zu bewundern. Heute wird das Beet wieder nach historischen Vorbildern bepflanzt und übt nach wie vor große Anziehungskraft aus. Welche gartenkünstlerische Idee dahinter steckt und was es bedeutet, ein solches Schmuckbeet anzulegen, darüber berichten Zierpflanzengärtnerin Margret Most von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und Gartenarchitekt Dr. Daniel Rimbach in einem Vortrag am 1. September um 18 Uhr in der Erfurter Peterskirche.

Sie ordnen das Teppichbeet als besonders elaborierte Schmuckpflanzung in die Geschichte der Gartenkunst ein und erläutern den jährlichen Zyklus von der Planung über die Pflanzenanzucht bis zur Pflanzung und intensiven Pflege. Thematisiert werden auch die Pflanzen selbst, denn auf dem Altenstein sorgen nicht bunte Blüten für Farbkontraste, sondern nur die unterschiedliche gefärbten Blätter von Sukkulenten, Palmen und anderen Arten.

Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“, die noch bis zum 31. Oktober in der Erfurter Peterskirche zu sehen ist. Der Eintritt zur Vortragsveranstaltung ist frei.

 

Kunstvolle Blumen-Stickereien – Teppichbeete in der Gartenkunst und gärtnerischen Praxis im Schlosspark Altenstein
Dr. Daniel Rimbach und Margret Most, Bad Liebenstein
Donnerstag, 1. September 2022, 18 Uhr
Klosterkirche St. Peter und Paul, Erfurt
Eintritt frei

 

Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“
Klosterkirche St. Peter und Paul in Erfurt
bis 31.10.2022
Di-So 10-18 Uhr
Tickets: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Familienticket ab 16 Euro
Feierabendticket ab 17 Uhr: 4 Euro
Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogamm:
https://event.thueringerschloesser.de/museum-paradiesgaerten/

Abbildung: Teppichbeet im Schlosspark Altenstein, Foto: Schatzkammer Thüringen, Marcus Glahn

 

Weitere Vortragstermine:

 

8.9.2022

Vereinbarkeit von Gartendenkmalpflege und Naturschutz in historischen Gärten

Stefan Wallerius, Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen

 

15.9.2022

Klimawandel – eine Herausforderung für die Gartendenkmale

Dr. Doris Fischer, Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

 

gefördert durch

 

Der aus der Ukraine stammende Künstler Valeriy Solovey ist überzeugt, dass sich die Schönheiten ganz in unserer Nähe befinden. Dornburg, Jena und das Saaleland gehören für ihn unbedingt dazu. Historische Gebäude wie das Dornburger Rokokoschloss, die Jenaer Stadtkirche oder Schloss Burgk entfalten in Soloveys Bildern eine ganz eigene Wirkung. Eine Auswahl seiner stimmungsvollen Impressionen präsentiert die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten in den nächsten Wochen auf den Dornburger Schlössern. Vernissage ist am 28. August um 14 Uhr im Renaissanceschloss.

Seit rund vierzig Jahren beschäftigt sich Valeriy Solovey mit Malerei und Kunst. Um ein Bild zu malen, brauche man keine großartigen Dinge, Objekte, Gegenstände oder Ereignisse, sondern ein besonderes Gefühl, das sich später auf Papier oder Leinwand wiederfinde. So kommt es nicht von ungefähr, dass Solovey dem berühmten deutschen Maler Anselm Feuerbach (1829-1880) – dessen biographische Wurzeln bis nach Dornburg reichen – zustimmt: „Um ein guter Maler zu sein, braucht es vier Dinge: weiches Herz, feines Auge, leichte Hand und immer frischgewaschene Pinsel.“

1969 in Charkiw (Ukraine) geboren, studierte Solovey 1984-1988 an der Staatlichen Kunstschule in Charkiw, 1988-1993 an der Akademie für Kunst und Design in Charkiw mit Spezialisierung auf dem Gebiet der Monumental-Dekorativen Kunst. Seit 2004 lebt er in Jena. Solovey ist Mitglied im Verband Bildender Künstler Thüringen e.V. und lehrt an der Volkshochschule Jena.

Valeriy Solovey – Dornburg, Jena und das Saaleland in Bildern
Dornburger Schlösser | Renaissanceschloss (Hofstube)
August bis 31. Oktober 2022 | täglich (außer mittwochs) 10 bis 17 Uhr

 

Vernissage: Sonntag, 28. August 2022, 14 Uhr
im Anschluss öffentliche Führung durch die Museen und Gärten (8,-€ pro Person)

 

Abbildung: Künstler Valeriy Solovey und Museumskurator Christian Hill mit einem Bild des Rokokoschlosses vor dem Motiv, Foto: Fanny Rödenbeck

Zu einem sommerlichen Picknick auf der Burg Weißensee laden am 28. August die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und die Bildungs- und Begegnungsstätte 3B-Weißensee ein. Ab 10 Uhr können sich Besucher mit eigener Decke und mitgebrachtem Picknick auf der Wiese im Burggelände niederlassen, außerdem bietet 3B-Weißensee Fingerfood und Kaffee an. Musikalisch wird die Veranstaltung untermalt von Swing aus Thüringen mit Brise Manouche. Führungen durch die Burganlage gewähren Einblicke in Geschichte und Geschichten rund um die kleine Schwester der Wartburg. Bei Regen oder Sturm kann die Veranstaltung nicht stattfinden.

Abbildung: Sommer-Picknick auf der Burg Weißensee, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Tino Trautmann

 

Die Folgen des Klimawandels machen sich allerorten bemerkbar. Historische Parks und Gärten zeigen die zum Teil rasanten Veränderungen wie unter einem Brennglas. Damit verändern und erweitern sich auch die Aufgaben der Gartendenkmalpflege. Diese Herausforderung nimmt am 23. August Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, in einem Vortrag in der Herzoglichen Orangerie Gotha in den Blick.

Die Trockenheit verändert nicht nur die ästhetische Wirkung von Parks und Gärten, vor allem Gehölze sind in stellenweise dramatischer Form in ihrer Substanz bedroht. Gehen jahrhundertalte Bäume verloren, verschwindet damit immer auch ein Stück Gartenkunstwerk. Fischer erläutert die spezifische Problematik des Klimawandels in historischen Garten- und Parkanlagen und die damit verbundenen Herausforderungen. Sie informiert über die von den deutschen Schlösserverwaltungen gemeinsam entwickelten Strategien, mit denen sie gegensteuern und mit bewährten und neuen Ansätzen der Nachhaltigkeit für spätere Jahrzehnte vorzusorgen versuchen. Auch die Veränderungen auf die Tätigkeitsschwerpunkte der Gartendenkmalpflege wer-den thematisiert.

Eintritt frei. Der für die Anlage aktive Orangerie-Freunde Gotha e.V. schenkt Getränke aus, der Erlös kommt den Spendenprojekten des Vereins zugute. Der Vortrag bildet den Abschluss der Vortragsreihe „Thüringer Gartenparadiese“ in der Herzoglichen Orangerie Gotha.

Vortrag „Klimawandel – eine Herausforderung für die Gartendenkmale
Dr. Doris Fischer, Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten
Dienstag, 23. August 2022, 18 Uhr
Herzogliche Orangerie Gotha, Orangenhaus
Eintritt frei

Abbildung: Zwei um 1850 gepflanzte Stileichen im Schlosspark Wilhelmsthal bei Eisenach mit schweren Trockenschäden, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Dietger Hagner

 

gefördert durch

Vandalismus in sehr gefährlicher Form hat in den letzten Tagen im Herzoglichen Park Gotha stattgefunden. Zweimal musste die Feuerwehr ausrücken, um Brandherde an Bäumen zu löschen. Dank der Aufmerksamkeit von Parkbesuchern konnte Schlimmeres verhindert werden.

Die Feuerwehreinsätze fanden am 12. und 16. August in den frühen Abendstunden statt. In beiden Fällen fanden sich Brandherde direkt an den Baumstämmen und hatten bereits begonnen sich auszubreiten. Durch die Rauchentwicklung wurden Spaziergänger darauf aufmerksam und alarmierten die Feuerwehr. Angesichts der gezielten Platzierung der Brandherde geht die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) von Brandstiftung aus und hat Strafanzeige erstattet.

Feuer im Park bedeutet Gefahr für Mensch, Stadt, Natur und Gartendenkmal. Die STSG dankt den wachsamen Passanten und bittet alle Besucherinnen und Besucher um erhöhte Aufmerksamkeit.

Der Herzogliche Park Gotha gehört zu den Gartendenkmalen in Thüringen, die aufgrund ihrer Lage ganz besonders unter der anhaltenden Trockenheit leiden. Viele Bäume sind bereits stark geschwächt. Durch verstärkte Baumkontrollen und intensivere Pflege versucht die STSG, sie so lange wie möglich zu erhalten. Ein um sich greifendes Feuer könnte schnell weite Teile des jahrhundertealten Gartenkunstwerks vernichten. Gerade die für die Anlage prägenden Altbäume sind von unschätzbarem Wert und können kaum ersetzt werden. Zugleich sind sie besonders anfällig für Trockenschäden und damit auch stark brandgefährdet.

Abbildung: Brand an einem Baum im Herzoglichen Park Gotha, Foto: Feuerwehr

Bei der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten in Rudolstadt ist noch eine Stelle für ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege zu vergeben. Gesucht werden Interessenten, die für ein Jahr auf Schloss Heidecksburg arbeiten und dabei die Aufgaben einer deutschen Schlösserverwaltung kennenlernen möchten. Schwerpunkt ist der Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Zu den Aufgaben gehören die Unterstützung bei Veranstaltungen in ganz Thüringen, beim Vertrieb von Publikationen, beim Ausbau des Bildarchivs und bei der digitalen Presseschau.

Der Freiwilligendienst eignet sich gut als Orientierungsjahr beispielsweise nach dem Abitur. Er ermöglicht vielfältige Einblicke in die Arbeitswelt hinter 31 der bedeutendsten Thüringer Kulturdenkmale und bietet die Chance, viele von ihnen aus nächster Nähe kennenzulernen. Kontakt für Informationen: 03672/447-125 oder personal@thueringerschloesser.de

Am Sonntag, den 14. August 2022 laden die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und der Förderverein Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie e. V. im Rahmen eines Kleinen Verfassungsfests zur Besichtigung des Ahnen- und Emporensaals im Hauptgebäude von Schloss Schwarzburg ein. Zwischen 14.30 Uhr und 17 Uhr können die beiden 2021 eröffneten Räume des „Denkorts der Demokratie“ besichtigt werden.

Im Emporensaal besteht zudem für Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich im „Digitalen Gästebuch“ zur Schlossgeschichte und unter-schiedliche Demokratie-Initiativen zu informieren. Über die sozialen Medien können sich Interessierte auf einer zugehörigen Social Media Wall in das „Digitale Gästebuch“ einschreiben.

Die Öffnung des „Denkorts der Demokratie“ gehört zum Programm eines Kleinen Verfassungsfestes des Fördervereins Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie e. V. in Erinnerung an die Unterzeichnung der Weimarer Verfassung am 11. August 1919 durch Reichspräsident Friedrich Ebert in Schwarzburg. Zu den weiteren Angeboten gehören Kaffee und Kuchen am Forsthaus des Schlossareals und eine kleine Ausstellung zur Weimarer Verfassung im Hotel Schwarzaburg bei Familie Zierat. Um 16 Uhr findet im Forsthaus eine Lesung mit Texten aus der Weimarer Verfassung statt.

Durch Umbaumaßnahmen unter den Nationalsozialisten war in den 1940er Jahren die Stammburg der Grafen und Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt schwer geschädigt worden. Die Sicherung des stark zerstörten und über Jahrzehnte verfallenen Hauptgebäudes begann 2010. Zuletzt konnten im Rahmen der IBA Thüringen, gefördert durch das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus, bis 2021 die ersten beiden Räume im Hauptgebäude von Schloss Schwarzburg wieder nutzbar gemacht werden. Als weiteres IBA-Projekt entstand bis 2022 mit dem Digitalen Gästebuch ein interaktives Vermittlungsmodul. Die beiden im Emporensaal aufgestellten Bildschirme verbinden Einblicke in die Schlossgeschichte mit Informationen zu regionalen und überregionalen Demokratie-Initiativen der Gegenwart sowie der Möglichkeit, per Twitter und Instagram mit dem Hashtag #DenkortderDemokratie Kommentare zu hinterlassen.

Abbildungen: Ostwand des Emporensaals im Hauptgebäude von Schloss Schwarzburg mit Spuren der Geschichte, Foto: IBA Thüringen, Thomas Müller