Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1688–1748), als Bauherr äußerst agil, ließ um 1740 das Rokokoschloss erbauen. Architekt Gottfried Heinrich Krohne entwarf es als Hauptgebäude einer mehrteiligen Lustschlossanlage. Teile mussten später abgetragen werden, andere wurden gar nicht erst errichtet. Erhalten sind neben dem Schloss selbst der Marstall und die fingierten Befestigungsbauwerke mit dem Fünfeck, von dem aus der Herzog eine Heerschau in der Saaleaue betrachten wollte. In den beiden repräsentativen Geschossen gruppieren sich jeweils zwei Appartements um den Hauptsaal mit seinem farbenprächtigen Stuckmarmor und den darunter gelegenen Speisesaal, den Carl Alexander im späten 19. Jahrhundert im Stil des Neorokoko ausstatten ließ. Bereits 1539 erhielt das am Südende des Felshangs gelegene Rittergut ein Herrenhaus.
Ausstattung: Drohnen verboten
Das Schloss Altenstein kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Im Obergeschoss befinden sich eine Brahms-Gedenkstätte, die die engen Beziehungen zwischen Johannes Brahms und Herzog Georg II. widerspiegelt und ein Chinesisches Kabinett eingerichtet, das an die auf dem Altenstein gepflegte Chinamode des 18. und 19. Jahrhunderts anknüpft. Die Exponate stammen aus der Renate-&-Kurt-Hofmann-Sammlung.
2021 können sich Besucher wieder über die Schlossanlage von Schloss Schwarzburg und den Denkort der Demokratie im Schloss-Hauptgebäude führen lassen. Neben Informationen zur über 1000jährigen Geschichte der Schlossanlage und den Baumaßnahmen der letzten Jahre sind vertiefende Erzählebenen als Verweilpunkte in den Spaziergang eingebaut. Der Blick der Besucher wird dabei auch auf den gleichnamigen Ort Schwarzburg und die malerische Umgebung gelenkt.
Der Audiowalk wird an den Wochenenden im August und September angeboten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Der Audiowalk „Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie“ ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, des Fördervereins Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie e. V. und der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen und wird gefördert durch das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“.
