Auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt ist der „Himmel und Hölle“ genannte westliche Schlossaufgang mit dem Rosenlaubengang vorübergehend gesperrt. Grund ist Gefahr durch Steinschlag. Der am Südhang des Schlossbergs verlaufende Weg sowie die übrigen Schlossaufgänge sind davon nicht betroffen.

In den nächsten Wochen untersucht die Stiftung Thüringer Schlösser und Garten historische Mauern am Hang oberhalb des gesperrten Wegabschnitts auf ihre Standsicherheit und führt Sicherungsarbeiten durch. Vorbereitend werden die an dem steilen Hang unterhalb des Schlossturms wachsenden Gehölze zurückgeschnitten.

Foto: Gesperrter Wegabschnitt unterhalb von Schloss Heidecksburg, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Franz Nagel

 

Die früheren Residenzen Weimar, Wörlitz und Gotha sind auf vielfältige Weise miteinander verbunden. Die dortigen Fürsten der Zeit um 1800 teilten eine gemeinsame Ideenwelt. Greifbar wird das in den Landschaftsparks, die bei aller individuellen Ausprägung viel Verbindendes aufweisen. Die Tagung „Ideen in Gärten“ der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten am 1. September in der Herzoglichen Orangerie Gotha zeigt die Verbindungen und ihre Hintergründe.

Vor dem Hintergrund des Netzwerks dreier Fürsten beleuchtet die Tagung den Wörlitzer Park, den Englischen Garten im Herzoglichen Park Gotha und den Park an der Ilm in Weimar in ihrer jeweiligen Entstehungsgeschichte und ordnet sie ideengeschichtlich ein. Schlaglichtartig ergänzen und vertiefen Beiträge zu ausgewählten Parkarchitekturen und zur Parkskulptur das Bild. Die Tagung steht im Zusammenhang des Welterbe-Vorhabens „Thüringische Residenzenlandschaft“, das die STSG im Auftrag des Landes betreut.

Anmeldungen zur Tagung sind noch bis zum 22. August möglich (03672/447124, veranstaltungen@thueringerschloesser.de).

Ideen in Gärten – Weimar, Wörlitz und Gotha im Netzwerk der Aufklärung. Kulturtransfer und kulturelles Erbe
Tagung Freitag, 1. September 2023, 10 bis 17 Uhr
Herzoglicher Park Gotha, Orangenhaus
Anmeldung: 03672/447124, veranstaltungen@thueringerschloesser.de
Versorgungspauschale 20 Euro

Programm im Anhang

Foto: Herzoglicher Park Gotha, Parksee mit Merkurtempel im Englischen Garten, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Helmut Wiegel

Flanieren und mit allen Sinnen genießen – das verspricht die Dornburger Schlössernacht, eine feste Größe im Thüringer Veranstaltungskalender. In den Abendstunden des 26. August lädt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zu einem rauschenden Fest auf die Dornburger Schlösser bei Jena ein. Auf den in den Schlossgärten verteilten Bühnen stehen Künstler wie Oli Bott, Felix Meyer, Sophie Klussmann und Falk Zenker. Kurz vor Mitternacht verabschiedet ein Höhenfeuerwerk aus dem Saaletal die Gäste.

Ab 19 Uhr wechseln sich auf mehreren größeren und kleineren Bühnen Künstler ab und erwecken die frühere Sommerresidenz der Großherzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach zum Leben. Die Gäste können durch die Gärten flanieren und eine Vielzahl von Konzerten erleben. Klezmers Techter und Silja – pipes’n’strings sorgen für Schwung, das Tarab Trio bietet eine Begegnung zwischen Orient und Abendland. Oli Bott am Vibraphon wird von der Cellistin Anna Carewe begleitet. Ein musikalischer Höhepunkt ist der Auftritt von Felix Meyer, der Stücke aus seinem neuen Album „Später noch immer“ spielt. Sophie Klußmann und Hopkinson Smith unterhalten mit Liedern der europäischen Renaissance und Falk Zenkers „Wellentanz“ lädt zum Tanzen ein. Und das sind längst nicht alle. Außerdem treten Nordic Nights, Tom Daun, Rostrock und die JazzFriends auf, zwischendurch ist Art Tremondo mit Stelzen im Festgelände unterwegs. Gastronomische Angebote aus der Region und Thüringer Weine runden das Angebot ab.

Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten empfiehlt, den Vorverkauf beim Ticket Shop Thüringen oder an der Museumskasse zu nutzen. Bei Ausverkauf ist kein Ticketerwerb an der Abendkasse möglich.

Dornburger Schlössernacht
26. August 2023 ab 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr)
Programm und Tickets unter www.schloessernacht-dornburg.de und ticketschop-thueringen.de

Fotos: Dornburger Schlössernacht, Foto: STSG, Philipp Hort

Man sieht es der Ruine nicht an – die Burg Henneberg bei Meiningen war der namengebende Stammsitz einer der einflussreichsten Dynastien des Mittelalters, der Grafen von Henneberg. Nun hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten in Zusammenarbeit mit dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie ein handliches Büchlein herausgebracht, in dem das Wissen über die für Franken und Thüringen bedeutende Anlage anschaulich aufbereitet ist.

Reich bebildert mit Luftaufnahmen, Plänen, historischen Darstellungen und Fotos von Gebäudeteilen und Grabungsfunden, begleitet das Buch bei einem ausgiebigen Besuch der Anlage und beantwortet Fragen nach den Ursprüngen und dem Nutzen der einzelnen Gebäude. So entsteht das Bild einer bewohnten Wehranlage, die sich mit steigendem Wohnkomfort und den Entwicklungen der Waffentechnik veränderte und schließlich zur Ruine verfiel.

Geschrieben hat den Band die Prähistorikerin Dr. Ines Spazier vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, eine profunde Kennerin der Burganlage. Als ehemalige Gebietsreferentin für Südthüringen hat sie die archäologischen Ausgrabungen auf der Burg Henneberg betreut und eine umfangreiche wissenschaftliche Monografie verfasst. Die neue Publikation, erschienen in der Reihe der Amtlichen Führer der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, fasst das Wichtigste zusammen und lädt zum verstehenden Sehen ein.

Erste Befestigungen sind schon für das 7. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar. Vor mehr als 1.000 Jahren nahm die mittelalterliche Burg ihren Anfang, im 13. Jahrhundert erlebte sie eine bauliche Blütezeit. Von der im Bauernkrieg 1525 zerstörten Burg sind heute nur Gebäudereste erhalten. Nach ersten Grabungen Ende des 19. Jahrhunderts und um 1935 war es lange ruhig um die Ruine, denn sie lag im Grenzsperrgebiet der DDR. In den letzten 30 Jahren jedoch haben Archäologen, Historiker und Bauforscher die Anlage und ihre Entwicklung gründlich erforscht. Sehenswert sind die spätmittelalterliche Ringmauer und der mächtige Bergfried. Eine Rarität sind die Reste einer Holzstube, die zu den ältesten Bauten dieser Art auf Burgen im deutschsprachigen Raum zählt.

Ines Spazier: Burgruine Henneberg in Südthüringen, Amtlicher Führer der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Berlin/München 2023, 80 Seiten, deutsch/englisch, ISBN 978-3422-801-721, 6,80 Euro. Erhältlich im Buchhandel sowie im Online-Shop unter https://event.thueringerschloesser.de/shop/

Foto:
– Autorin Dr. Ines Spazier (TLDA), STSG-Direktorin Dr. Doris Fischer und die beiden Redakteurinnen Grit Heßland (TLDA) und Dr. Susanne Rott (STSG) (v.li.), Foto: STSG, Franz Nagel

40 Quadratmeter Ziegeldach hat das Unwetter am Abend des 15. August an der Klosterkirche St. Peter und Paul in Erfurt abgedeckt. Am Mittwochmorgen begannen Dachdecker bereits mit der Reparatur, bis zum Nachmittag war das meiste schon geschafft. Während der Behebung der Schäden musste die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) die Kirche mit der Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“ am Mittwoch geschlossen halten.

Aufgrund ihrer exponierten Lage auf dem Petersberg und der großen Dachflächen trägt die Peterskirche bei Sturm häufig Schäden davon. Diesmal riss der Wind zwei besonders große Löcher in das Dach, sogar im Dachstuhl entstand ein kleinerer Schaden. Die Dachdeckerfirma Herrmann aus Erfurt, ein verlässlicher Partner für die STSG, war auch in diesem Fall zügig zur Stelle und sorgte für schnelle Abhilfe. Nachbarschaftshilfe bekam die STSG außerdem von der benachbarten Baustelle an der Defensionskaserne. Die dort beschäftigten Handwerker halfen bei der Absperrung der Gefahrenstellen.

Abbildung: Dachreparaturen an der Erfurter Peterskirche, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Grit Straßburg

Die Greifenbank in Schlosspark Altenstein in Bad Liebenstein ist wiederhergestellt. Das Ergebnis eines mehrjährigen gartendenkmalpflegerischen Herzensprojekts hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten gemeinsam mit Förderern präsentiert. Die halbrunde steinerne Bank mit Greifenschmuck gehört seit 1802 zu den festen Bestandteilen des Schlossparks und war unter Herzog Georg I. in einer Nische am Fuß des Blumenkorbfelsens errichtet worden. Über die Jahrhunderte durch die Witterung nahezu zerstört, machten zahlreiche Spenden in den vergangenen Jahren die Wiederherstellung der Bank möglich.

Rund 175.000 Euro hat die Wiederherstellung der Greifenbank gekostet. Der Förderverein Altenstein e. V. sammelte rund 45.000 Euro an Spenden für das Projekt, die Stiftung Bürger für Thüringer Schlösser und Burgen initiierte eine gemeinsame Spendenaktion mit der Sparkassenstiftung der Wartburg-Region, durch die rund 20.000 Euro für die Umsetzung des Vorhabens zusammenkamen. Durch weitere Spenden kamen noch einmal 5.000 Euro zusammen. Neben den großzügigen Spenden investierte die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten insgesamt rund 100.000 Euro an Eigenmitteln für das Projekt.

Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, ist dankbar für die große Spendenbereitschaft: „Einmal mehr hat bürgerschaftliches Engagement einiges im Schlosspark Altenstein ermöglicht. Wir sind außerordentlich dankbar für die vielen Spenden, die Geduld und die Ausdauer all derjenigen, die die Rückgewinnung der Greifenbank ersehnt und daran mitgewirkt haben. Gemeinsam ist es uns gelungen, einen weiteren Teil des Gartendenkmals wiederherzustellen, das ist großartig.“

Für die Stiftung Bürger für Thüringer Schlösser und Burgen war es ein besonderes Projekt, das Mut auf mehr macht, wie der Vorstandvorsitzende Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus erklärt: „Die Wiederherstellung der Greifenbank ist für die Stiftung Bürger für Thüringer Schlösser und Burgen das zweite große Spendenprojekt, das abgeschlossen werden konnte und uns Rückenwind für weitere Projekte gibt. Zu verdanken haben wir das unseren privaten Förderern, aber auch der Sparkassenstiftung der Wartburg-Region, die jeden gespendeten Euro verdoppelt hat.“ Anlässlich der Präsentation übergab Paulus gemeinsam mit Tino Richter, dem stellvertretenden Kuratoriumsvorsitzenden der Sparkassenstiftung, noch einmal eine abschließende Spende in Höhe von 1.200 Euro.

Auch Dr. Christian Storch, Vorsitzender des Fördervereins Altenstein e. V., freut sich, dass ein langersehntes Ziel vieler Vereinsmitglieder endlich erreicht ist: „Unser jahrelanges Engagement vor Ort und der intensive Kontakt zu den spendenbereiten Besuchern tragen Früchte. Wieder ist mit unserer Hilfe eine wichtige Szenerie im Park zurückgewonnen worden. Wir sind stolz, dass wir nicht zum ersten Mal etwas im Park mit bewegen konnten.“

Die ersten Schritte für das Wiederherstellungsvorhaben waren 2020 mit der Anfertigung eines Modells der Greifenbank in Originalgröße aus Gips und der Planung des Projekts angegangen worden. Historische Darstellungen und Fotos der Bank aus der Zeit um 1900 dienten als Grundlage. Der mit der Planung betraute Steinrestaurator Stephan Scheidemann konnte dabei auf langjährige eigene Recherchen zurückgreifen. Im September 2022 begannen die Steinmetz- und Bildhauerarbeiten. Für die Umsetzung konnte der Steinmetzbetrieb Gottlieb Richter (Inhaber Steffen Grigoleit) aus Leutenberg gewonnen werden, der sich mit Hingabe und bildhauerischer Expertise des Auftrags annahm.

Ein Teil der Schmuckelemente wurde in einem aufwändigen Kunstgussverfahren hergestellt. Die Bank selbst und auch die sitzenden Greifen an den Wangen wurden von Hand aus Sandstein gehauen. Insgesamt bearbeiteten die Bildhauer rund neun Tonnen Steinmaterial für die Bank, die aus rund 70 Einzelteilen besteht. Schnabel- und Krallenformen wurden bis zum richtigen Krümmungsgrad ausgefeilt, Details und Schmuckelemente des Greifenschmucks wie das Federkleid sorgsam ausgearbeitet. Im Juli 2023 begann dann der Aufbau in einer Felsnische am Blumenkorbfelsen auf einem neuen Fundament. Die noch vorhandenen Fragmente der verwitterten Greifenbank wurden übrigens sorgfältig eingelagert.

Die Greifenbank im Schlosspark Altenstein ist Teil des Blumenkorbensembles, errichtet 1802 zu Ehren der verstorbenen Herzogin Charlotte Amalie. Eine Porträtbüste der Herzogin dominiert heute wieder die Rückenlehne der Bank – als Abguss, denn die erhaltene Originalbüste wird weiter im Museum verwahrt. Bank und Blumenkorb samt steiler Felsnadel gehören zu den kleinen Landschaftsbildern, die den besonderen Charakter des 160 Hektar großen Landschaftsparks der Sommerresidenz der Herzöge von Sachsen-Meiningen ausmachen.

Fotos:
– Schlosspark Altenstein, wiederhergestellte Greifenbank am Blumenkorbfelsen, Foto STSG, Toni Kepper
– STSG-Direktorin Dr. Doris Fischer (Mi) mit Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus (re) und Tino Richter bei der Übergabe einer abschließenden Spende vor der Enthüllung der Greifenbank, Foto STSG, Toni Kepper

Der See im Fürstlich Greizer Park ist vermutlich von Blaualgen befallen. Darauf deuten Schlieren und eine blaumilchige Färbung an der Wasseroberfläche hin. Die örtliche Feuerwehr und der Gefahrgutzug des Landkreises waren am Wochenende vor Ort, nachdem die auffälligen Veränderungen gemeldet worden waren. Es wurden unter anderem Proben entnommen. Bis die gesundheitsschädlichen Blaualgen im natürlichen Prozess abgebaut sind, hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) die rund 2,5 Kilometer lange Uferlinie des Parksees abgesperrt. Der Kontakt mit dem Wasser ist für Mensch und Tier gefährlich.

Bei Blaualgen handelt es sich um eine Bakterienart, die natürlicherweise in Gewässern vorkommt. Zur starken Vermehrung kann es kommen, wenn das Wasser zu nährstoffreich ist oder die Temperaturen zu hoch sind. Dann werden giftige Stoffe produziert, die zu Gesundheitsschäden führen können. Der Sauerstoffverbrauch beim Abbau der Blau-algen zieht oft ein Fischsterben nach sich.

In diesem Herbst will die STSG mit der dringend notwendigen Entschlammung des Parksees beginnen. Nach diesem aufwendigen mehrjährigen Prozess wird das Gewässer wieder tiefer sein und weniger Nährstoffe enthalten. Voraussichtlich wird es dann weniger anfällig für Blaualgenbelastung sein. Parkbesucher können aber auch einen Beitrag zur Wasserqualität leisten – das trotz Verboten und Appellen weit verbreitete Entenfüttern am Seeufer ist für die Tiere nicht hilfreich und beschleunigt die Wasserverschmutzung.

Foto: Anzeichen für Blaualgenbefall im Greizer Parksee, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Mario Männel

Aufgrund aktueller Wettervorhersagen warnt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten vor dem Betreten ihrer Parkanlagen bei Sturm. Trotz sorgfältig durchgeführter Baumpflege können Bäume entwurzelt werden oder große Äste ausbrechen. Gefahr geht aber auch von den Burgen und Schlössern mit ihrem baumbestandenen Umfeld und den teils sehr großen Dächern aus. Hier können sich Ziegel oder Schieferplatten lösen und zu Boden gehen. Die Warnung betrifft deshalb auch den Aufenthalt in der Nähe von Gebäuden.

Diese Parkanlagen gehören zum Bestand der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten:Schlosspark Altenstein in Bad Liebenstein
Dornburger Schlösser und Gärten
Herzoglicher Park Gotha
Fürstlich Greizer Park
Schlosspark Molsdorf
Schlosspark Heidecksburg in Rudolstadt
Terrassengarten Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden
Schlossgarten Schwarzburg
Schlosspark Sondershausen
Garten am Kirms-Krackow-Haus in Weimar
Schlosspark Wilhelmsthal bei Eisenach

 

Was macht der Fuchs mit der Zitronenschale? Warum steht der Dackel auf dem Streichholzstuhl? Wo hat eine künstliche Intelligenz die Rosenkönigin versteckt? – Diesen und anderen Fragen geht Ausstellungskuratorin Nadine Rall am 6. August in einer Familienführung durch die Ausstellung „Aufgespürt! Dornburg neu gesehen“ auf den Dornburger Schlössern nach. Treffpunkt ist um 10.30 am Renaissanceschloss. Kinder haben freien Eintritt, im Anschluss gibt es eine Verlosung.

In der Ausstellung, einer Kooperation des Verbands Bildender Künstler Thüringen e.V. und der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, präsentieren 21 Künstlerinnen und Künstler ihre Sichtweisen auf die Dornburger Schlösser und Gärten. Die seit Pfingsten laufende Ausstellung endet am Sonntag. www.dornburg-schloesser.de

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Ausstellungsbeitrag „Driver Seat“ von Stefan Leyh, Foto: Schatzkammer Thüringen, Philipp Hort

Auf der Burgruine Bad Liebenstein hat die Instandsetzung der Zugangsbrücke im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms I (SIP I) der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten begonnen. Die Brücke wird statisch und steinrestauratorisch ertüchtigt. Während der Baumaßnahmen an der Steinbogenbrücke, die voraussichtlich bis Winter 2023 andauern werden, ist die Burgruine für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Zugangsbrücke folgt die Mauerwerkssanierung im südlichen Bereich der Kernburg. 2024 sollen die Baumaßnahmen zur Sicherung der Burgruine Bad Liebenstein im Rahmen des SIP I abgeschlossen werden.

Das Sonderinvestitionsprogramm I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hat ein Volumen von insgesamt 200 Millionen Euro, mit dem insgesamt 23 Sanierungsprojekte an Kulturdenkmalen in ganz Thüringen umgesetzt werden sollen. Finanziert wird das Programm jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land Thüringen.

Abbildung: In den Bögen der Steinbrücke wurden bereits stützende Holzgerüste errichtet, Foto: STSG, Philipp Brand